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Schermbeck
Weselerwalder besuchen den Müllofen

Schermbeck: Weselerwalder besuchen den Müllofen
Mitglieder des Heimatvereins Weselerwald und Umgebung lernten das Abfallentsorgungszentrum Asdonkshof kennen. FOTO: Maike Beckmann
Schermbeck. Heimatverein informiert sich in Kamp-Lintfort über das Abfallentsorgungszentrum Asdonkshof.

35 Mitglieder des Heimatvereins Weselerwald und Umgebung beteiligten sich an einem Ausflug zum Abfallentsorgungszentrum (AEZ) Asdonkshof. Der von Maike Beckmann geleitete Verein hat schon mehrfach Betriebe der Region als eine Form der erweiterten Heimatkunde besucht. Zum AEZ in Kamp-Linfort haben alle Kommunen des Kreises Wesel eine Beziehung. Dorthin wird nämlich der gemeindliche Müll entsorgt.

Nach der Begrüßung durch den Geschäftsführer Peter Bollig stellte die für die Öffentlichkeitsarbeit zuständige Cornelia Bothen das Werk vor. 2014 waren in Asdonkshof 172 Mitarbeiter beschäftigt. Vier Ausbildungsberufe werden angeboten: Bürokaufmann, Fachkraft Kreislauf- und Abfallwirtschaft, Schlosser und Elektriker. Asdonkshof wurde - begleitet von vielen Protesten aus der Bürgerschaft - in den Jahren 1994 bis 1997 errichtet. Der Bau des Abfallentsorgungszentrums war auch deshalb erforderlich geworden, weil die bereits verlängerte Deponie im benachbarten Rheinberg-Winterswick im Jahre 1996 geschlossen wurde.

Der Jahresdurchsatz beträgt rund 270 000 Tonnen. Die Verbrennung erfolgt in zwei separaten Verfeuerungslinien. Die maximal auskoppelbare Fernwärmeleistung beträgt 30 MW. Über einen Generator werden außerdem 22 MW elektrische Energie geliefert.

Müll und Biomüll werden getrennt angeliefert, wobei der angelieferte Biomüll von Mitarbeitern noch kontrolliert wird. Am Fließband werden Verunreinigungen wie Plastiktüten mit Stangen herausgefischt. Hausmüll mit seinem niedrigen Brenntwert und der aus ganz Deutschland angelieferte Gewerbemüll mit hohem Brennwert werden unsortiert verbrannt. In einer Anlage werden jährlich etwa 21 000 Tonnen Bioabfälle zu gut 9000 Tonnen Kompost verarbeitet.

Darüber hinaus werden alle Arten von Problemabfällen (Batterien, Farbeimer etc.) fachgerecht zwischengelagert und dann an entsprechende Verwertungs- oder Entsorgungsstellen weitergeleitet.

Nach der theoretischen Einführung wurden zwei Gruppen gebildet, die von Cornelia Bothen und von Axel Deppermann, einer Fachkraft für Arbeitssicherheit, durch das Werk geführt wurden. Dabei lernten die Besucher die Entladehalle ebenso kennen wie den Müllbunker und den Ort der Verbrennung.

(hs)
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