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Wesel
Wesels Vereinslandschaft ist bunt

Wesel. Fast 40 Vereine informierten über ihre Angebote, zeigten ihr Können, versorgten Besucher mit Reibekuchen und Co. Von Barbara Grofe

Samstagvormittag geht die Welt unter in Wesel. Es regnet in Strömen, die Besucher des Vereinsfests suchen Schutz unter Vordächern oder Zelten und in Hauseingängen. Die Tänzer der Tanzschule Golla verstecken sich nicht vor dem Regen - sie tanzen. Langsamen Walzer, Quickstepp, Slowfox, es tropft an ihnen herunter, und sie müssen aufpassen, nicht auszurutschen auf dem glitschigen Pflaster. Die Tanzschule ist einer von fast 40 Vereinen, der sich am Wochenende beim Vereinsfest präsentiert hat. Eine Stunde später hat irgendjemand ein Einsehen, lässt den Himmel aufreißen und die Sonne herauskommen. Die Innenstadt füllt sich merklich.

Es riecht nach Erbsensuppe, Bratwurst, Reibekuchen und Waffeln auf dem Vereinsfest - alles angeboten von den diversen Vereinen, die Wesel zusammen bunter machen. Besonders lang ist die Schlange vor den Reibekuchen und den Burger Nerds, die am Samstag ihre Weseler Filiale eröffnet haben. Zwischenzeitlich war hier die Rede von 45 Minuten Wartezeit, "aber es hat sich gelohnt", hört man eine Dame sagen, die gerade von den wuchtigen Holzbänken aufsteht, um sich weiter umzuschauen.

Die Tanzvorführungen kommen besonders gut an bei den Besuchern. Da ist die Tanzschule Creadance, die zeigte, warum der Zumba-Trend in Tanzschulen und Fitnessstudios noch immer ungebrochen ist. Zum Fressen süß: die kleine Taiana in ihrer pinkfarbenen Regenhose, eigentlich noch sehr jung und ein Tanzschlumpf, die sich unter die Maxi- und Minitänzer mischt und den größeren Mädchen fast die Show stiehlt. Ebenfalls bunt und beeindruckend: die Tanzwiesel vom KVC, die PPP-Besuchern Show- und Gardetanz vorführen. Auch sehr hübsch anzuschauen: der Bauchtanz von Samira Togulga von der Tanzschule Let's Dance. Und auch Michael und Sandra Kemmann und andere Aktive von der Tanzschule Golla tanzten dann noch einmal im Sonnenschein und auf ein wenig getrocknetem Pflaster. Überall bleiben die Bummler stehen und schauen zu, weil Tanzen Leidenschaft ist und Hingabe und nicht funktioniert ohne Gefühl.

Ein Opel Rekord aus dem Jahr 1970 in Weiß, einer von 1956 in Lindgrün, ein Golf Cabrio in Matschfarben, Baujahr 1985 - verdammt schöne Autos sieht der Besucher beim Oldtimertreffen am Berliner Tor. Der aus Wesel stammende Nachrichtensprecher Jan Hofer sei auch dort mit seinem Austin Healey, heißt es, zu sehen ist er gerade leider nicht. Die Besitzer haben schon wieder das Leder in der Hand, um die Autos nach dem Weltuntergang trocken zu wischen, damit ja keine hässlichen Wasserflecken bleiben. Manch einer findet die Szenerie so spannend, dass er sich mit einem dieser schicken Autos fotografieren lässt.

Und dann sind da noch die Marinekameradschaft mit Besuch vom Patenschiff "Rhein" und Greenpeace, die Ruder- und Tennisgesellschaft und die DLRG, die Verbraucherzentrale und das DRK und viele mehr: Wesels Vereinslandschaft, das weiß, wer offenen Auges eine Runde übers Fest geht, ist vielfältig. All diese Vereine tragen zum liebens- und lebenswerten Wesel bei.

Quelle: RP
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