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Wesel
Wesels Wohnungsriesen sind gut auf Kurs

Wesel: Wesels Wohnungsriesen sind gut auf Kurs
Schmuckstück Brandstraße: Im Juli sollen die Umbauten der Häuser am Wasserturm fertig werden. FOTO: Ekkehart Malz
Wesel. Bauverein AG speist das Stadtsäckel und setzt die Bestandssanierung sowie die Verbesserung des Wohnumfelds fort. Von Fritz Schubert

Hatte es im Vorjahr noch einigen Wirbel um die "Berater"-Rolle des SPD-Fraktionsvorsitzenden Ludger Hovest bei der der Bauverein Wesel AG gegeben, so agiert diese aktuell ohne politisches Tamtam. An der positiven Stimmung der Vorstandsfrau Anett Leuchtmann hat sich ohnehin nichts geändert. Sie blickte auch gestern abend bei der Hauptversammlung der städtischen Tochter im Tannenhäuschen zufrieden auf 2014 zurück.

Vom Bilanzgewinn in Höhe von 146 666,22 Euro werden auf Antrag des Gesellschafters Stadt 143 550 Euro als 5,5-Prozent-Dividende (2013: 4,5 Prozent) aufs Grundkapital (2,61 Millionen) ausgeschüttet und der Rest in die Bauerneuerungsrücklage gesteckt. Gesellschafter sind neben der Stadt Wesel (59,52 Prozent), die Hohe-Haus-Stiftung (11,55) und der Kreis Wesel (1,77). 27,16 Prozent gehören weiteren Unternehmen und privaten Aktionären.

Erfolgreiche Arbeit der AG spiegelt sich laut Leuchtmann unter anderem in der Leerstandsquote, die 2014 auf 2,3 Prozent (Vorjahr: 3,5 Prozent) sank. Auch die Fluktuation nahm von 13 auf 10,7 Prozent ab. Der Jahresüberschuss lag bei 293 000 Euro, die Bilanzsumme bei 64,4 Millionen.

Erhöht wurden weiter die Anstrengungen für Instandhaltung und Modernisierung der 2342 eigenen Wohnungen und Gewerbeeinheiten. Sie stiegen um 300 000 auf 3,3 Millionen Euro. Das bedeutet, dass wir rund 50 Prozent der Nettomieten reinvestiert haben. Dieser Wert kann sich sehen lassen", sagte Leuchtmann. 48 Wohnungen wurden komplett saniert, weitere 15 bekamen neue Bäder. Stolz ist der Bauverein auf die Sanierung der denkmalgeschützten Wackenbrucher Dorfschule, in der zwei hochwertige Wohnungen entstanden sind, sowie auf den Gemeinschaftsraum in der Dresdner Straße 17. Schöner geworden ist zudem der Hof hinter den Gebäuden Neustraße 53 bis 59. Beiträge für mehr Lebensqualität leistet der Bauverein auch mit der Förderung von Projekten. Stichworte sind hier das Ferienaktionsprogramm der Stadt, der Sommerleseclub, Eselrock, "Jedem Kind ein Theaterstück!" im Bühnenhaus und zuletzt neu die "Notinsel" für Kinder, die sich bedroht fühlen.

"Unser Hauptgeschäft ist die Bestandserhaltung" untermauerte Anett Leuchtmann im RP-Gespräch über laufende und zukünftige Aktivitäten. So werden voraussichtlich im Juli die umgebauten Häuser am Wasserturm an der Brandstraße fertig (700 00 Euro). Anschließen sollen sich hier Verbesserungen an einem Nachbarbau (neue Balkone). Ebenfalls ums Wohnumfeld geht es bei der Lauerhaasstraße 12 bis 15 (80 000 Euro). Ein Schwerpunkt sind 2015 Heizungsanlagen: 51 Stück, die 25 bis 30 Jahre alt sind, werden ersetzt. Bei entsprechendem Nutzungsverhalten, so Leuchtmann, kann das für die Mieter bis zu 15 Prozent Einsparung bei den Heizkosten bedeuten. Planungen laufen zudem fürs weitere Sanierungen im Zitadellenviertel, wo es 2016 sichtbar weitergehen soll.

Quelle: RP
 
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