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Schermbeck
Wie die CDU-Basis die Groko diskutiert

Schermbeck. Sollen CDU und SPD noch einmal im Bund zusammen eine Regierung bilden? Die CDU-Basis diskutiert, auch in Schermbeck. Von Helmut Scheffler

Die mögliche große Koalition auf Bundesebene beschäftigt auch die Basis von SPD und CDU. Kein Ortsvereinstreffen, bei dem nicht auch die Frage gestellt wird, ob die größten Volksparteien wirklich noch einmal gemeinsam Politik machen sollen. Auch an der CDU-Basis in Schermbeck stellt sich diese Frage. Die Debatte um die nächste Groko dominierte die Sitzung des CDU-Gemeindeverbandes im Hotel Haus Mühlenbrock.

Sogar ein Fernsehteam des WDR war am Donnerstagabend nach Schermbeck gekommen, um Stimmen der Politiker einzufangen. Das haben die Mitglieder in der 42-jährigen Geschichte ihres Parteiverbandes auch noch nicht erlebt. In kurzen Statements bewerteten Ulrich Stiemer, Engelbert Bikowski, Hildegard Franke, Rainer Gardemann und Elke Paulke das bisherige Ringen beider Parteien um eine Zusammenarbeit. Parteivorsitzender Ulrich Stiemer befürchtet, dass die SPD so hohe Bedingungen stellt, dass die CDU diese nicht erfüllen könne. Der stellvertretende Bürgermeister Engelbert Bikowski zeigte sich zutiefst enttäuscht von SPD-Parteichef Martin Schulz, der nicht, wie Angelika Merkel, das eigene Ich und die Partei zurückstelle hinter den Bemühungen, für das Land die bestmögliche Lösung zu finden. "Demokratische Parteien müssen miteinander reden", empfahl Rainer Gardemann den beiden Parteien. Nach Forderungen befragt, die von der CDU in den Verhandlungen gestellt werden sollten, verwies Gardemann auf Lösungen in der Flüchtlingsfrage, welche die Städte und Gemeinden nicht überfordern würden. Neumitglied Elke Paulke bemängelte das wenig fruchtende Parteigerangel und hoffte, dass sich CDU und SPD zusammenraufen. Bei der Frage, ob eine große Koalition besser sei als eine Minderheitsregierung, gab es auch unter den nicht Befragten an den Tischen nur einen leichten Vorsprung für die große Koalition.

Anschließend blickte die CDU Schermbeck bei der Versammlung zurück auf das vergangene Jahr, aus Sicht der Christdemokraten ein erfolgreiches. Mit Charlotte Quik (Landtag) und Sabine Weiss (Bundestag) waren gleich zwei Kandidatinnen bei Wahlen erfolgreich. Quik war auch zu Gast. Ihren ausführlichen Bericht über die Arbeit im Parlament leitete sie mit einem Dank an die Schermbecker CDU ein. "Ohne Schermbeck hätte ich den Wahlkreis nicht nehmen können", versicherte sie und bezog in ihren Dank den aus Schermbeck stammenden Elmar Venohr als Leiter ihres Wahlkreisbüros mit ein.

Wahlen von Delegierten und Ersatzdelegierten für die Teilnahme an den Kreisparteitagen der CDU des Kreises Wesel standen auf der Tagesordnung. Zu Delegierten wurden gewählt: Kathrin Felisiak, Kristina Flammer, Hildegard Franke, Rainer Gardemann, Marc Lindemann, Hildegard Neuenhoff, Klaus Schetter, Heidi Stiemer, Ulrich Stiemer und Alexander Warmers.

Der Beitrag wird am Sonntag ab 19.30 Uhr im WDR gezeigt.

Quelle: RP
 
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