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Hamminkeln/Wesel
Willkommen in Wertherbruch

Hamminkeln/Wesel: Willkommen in Wertherbruch
Frühlingsgefühle: Das neue Storchenpaar - vorn das Weibchen - bereitet sich am Café Waldsee auf die Brutzeit vor. FOTO: Hans Glader
Hamminkeln/Wesel. Das neue Nest am Café Waldsee ist schon von einem emsigen Storchenpaar belegt. Jetzt kommen noch zwei Nistplätze hinzu. Von Fritz Schubert

Der Storch ist da, und die Wertherbrucher sind völlig aus dem Häuschen. Kaum hatte der Heimatverein der Alten Herrlichkeit am 18. März das neue Storchennest auf der Wiese vor dem Café Waldsee aufgestellt, da nahm Adebar das Wohnungsangebot auch schon unter die Lupe. Bereits am 1. April zog er ein. Dies berichtete Hans Glader von der Stiftung Störche NRW jetzt im RP-Gespräch und war selbst auch ganz begeistert von den Vögeln. Denn bei Herrn Storch, der augenscheinlich mit dem Lebensumfeld rundum einverstanden war, blieb es nicht. Auch eine Störchin gesellte sich nach wenigen Tagen hinzu. Die beiden kamen sich näher und sind derzeit sehr mit der Familienplanung beschäftigt. Das Dorf freut sich, nachdem schon 2013 Ansiedlungsversuche unternommen worden waren.

"Das kommt extrem gut an", erzählte Glader und schilderte Resonanzen begeisterter Wertherbrucher. "Es ist echt der Wahnsinn", ließ ihn beispielsweise Andrea Nienhaus wissen. Die Vorsitzende des Heimatvereins ist glücklich. Ganz Wertherbuch spreche von den Störchen und hoffe, dass nun alles gut weitergeht. Denn heute sollen noch zwei weitere neue Storchennester aufgestellt werden. Auf Grünlandflächen mit freien Anflugmöglichkeiten ohne störende Stromleitungen.

Unterdessen hat Hans Glader das Paar am Waldsee schon mal untersucht. Per Kamera und digitaler Vergrößerungen am PC natürlich. Bei der eingeflogenen Storchendame handelt es sich um eine Niederländerin, was sich an ihrem Ring mit der Nummer NLA2E678 ablesen lasse, erklärt Glader. Die Kennung hat er zur Vogelwarte auf Helgoland geschickt, um mehr über die Störchin zu erfahren. Bei ihrem Partner wird das schwierig bis unmöglich, denn dessen dünne Beine sind nicht beringt.

Hans Glader schätzt, dass er Anfang Mai einen Überblick haben wird, wie sich die neue Brutsaison am Niederrhein entwickelt und wo zu bekannten Paaren aus den Vorjahren vielleicht neue hinzugekommen sind. Schließlich sind über den Winter nicht nur in Wertherbruch neue Nistangebote errichtet worden.

Zurzeit weiß Glader von vier Paaren auf der Bislicher Insel bei Xanten, von dreien in Bislich sowie jeweils einem Paar in Ringenberg, der Dingdener Heide, in Ginderich, Haldern und Vehlingen. Darüber hinaus neu besetzt seien linksrheinisch vier Nester und das in Wertherbruch. Und das hört sich unterm Strich für Glader alles so gut an, dass er von einem neuen Höchststand der Storchenpopulation am Niederrhein ausgeht, wobei Meldungen aus dem Kreis Kleve noch zu berücksichtigen sind.

Mehr über die Stiftung Störche NRW und über die Möglichkeiten, sie zu unterstützen, finden Interessierte unter www.stoerche-nrw.de.

Quelle: RP
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