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Kreis Wesel
Wirbel um Vorwürfe wegen verschwundenen Pferdes

Kreis Wesel. Ein Eintrag im Internetportal Facebook wegen eines verschwundenen Pferdes namens Mohawk hat gestern für Wirbel im sozialen Netzwerk Facebook gesorgt. Die Halterin aus Düsseldorf macht darin einem Pferdehof aus dem Kreis Wesel den Vorwurf, ein 15 Jahre altes Pony verschwinden lassen zu haben. Immer wieder habe sich der Besitzer des Pferdehofes in Widersprüche verstrickt. Die Polizei bestätigte auf Anfrage, dass das Verschwinden des Tieres inzwischen zur Anzeige gebracht wurde. Der Fall liegt bei der Staatsanwaltschaft Duisburg, teilte eine Sprecherin mit.

Wurde das Pony verkauft? Ist es verendet? Die Tierbesitzer rätseln.

Zunächst machte die Düsseldorfer Besitzerin des Pferdes den Fall gestern unter Nennung von konkreten Namen bei Facebook öffentlich. "Dies geschah in Absprache mit unserem Anwalt", betonte die Mutter der Reiterin von Mohawk. Danach stand bei der Düsseldorfer Familie das Telefon nicht mehr still. "Ich stehe zu allem, was bei Facebook an Vorwürfen notiert ist", teilte die Mutter der Familie mit. Man wolle aber nun erst die nächsten Schritte mit dem Anwalt besprechen, ehe man sich weitergehend öffentlich erklärt. Auf Facebook sind die Vorwürfe dokumentiert. Das Pony Mohawk ist demnach 15 Jahre alt und voll ausgebildet in Springen und Dressur. Mitte August habe man dieses Tier auf dem Pferdehof im Kreis Wesel abgegeben, da die Tochter, die das Tier reitet, im September 2017 in die USA ging. Ende September habe der Pferdehofbesitzer den Düsseldorfern mitgeteilt, dass es dem Tier gut gehe - zum Beweis habe er sogar Bilder per Whatsapp gesendet. Als die Familie dann zum Pferdehof in den Kreis Wesel fuhr, sei das Tier nicht da gewesen. Der Hofbesitzer habe sich in Widersprüche verstrickt. Zuletzt sagte er, das Tier sei tot.

Diese Version bestätigte der Pferdehofbesitzer auch gestern auf Anfrage unserer Redaktion. "Ich habe einen großen Fehler gemacht. Habe nicht sofort die Wahrheit gesagt, um den Leuten das alles zu ersparen." Richtig wäre es gewesen, sofort einen Tierarzt zu verständigen. Dass man ihm aber nun bei Facebook unterstelle, das Pferd unter der Hand verkauft zu haben, "finde ich heftig". Zumal das "sicherlich nette Freizeitpferd" nicht mehr als 150 bis 200 Wert gewesen sei. "Ich kann die ganze Sache nicht mehr rückgängig machen, fühle mich aber völlig unschuldig am Tod des Tieres."

(kwn/sep)
 
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