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Niederrhein
Wo man Niederrhein schmecken kann

Niederrhein. Alpen lädt für Sonntag zum vierten Streuobstwiesenfest auf den Ratsbongert Am Dahlacker mit Musik und Kunsthandwerk. Es ist der Auftakt für den landesweiten "Tag der Regionen" mit insgesamt 1000 Veranstaltungen. Von Bernfried Paus

Der "Ratsbongert" in Alpen ist frühreif. Fünf Jahre, nachdem am Dahlacker eine große Hundertschaft (43 Sorten) hochstämmiger Apfelbäumchen gepflanzt worden sind, freuen sich 152 Paten auf eine Rekordernte. Nicht nur die Äste des Boskops von Bürgermeister Thomas Ahls biegen sich unter der Last der Früchte. Wahrlich ein Grund zu feiern. Zum vierten Mal in Folge steigt hier am Sonntag, 25. September, 11 bis 17 Uhr, auf dem 8000 Quadratmeter großen Nabu-Gelände das Streuobstwiesenfest. Dazu werden diesmal deutlich mehr als die zuletzt 5000 Besucher erwartet. Das Fest ist zugleich der offizielle Auftakt für den "Tag der Regionen" in Nordrhein-Westfalen.

Es wird hochrangiger Besuch erwartet. Peter Knitsch, Staatssekretär im Umweltministerium, kommt in Vertretung von Minister Johannes Remmel, der einen Termin mit Landesmutter Hannelore Kraft nicht absagen konnte. So kann Remmel gar nicht sehen, wie sich sein Patenkind, ein "Kaiser Wilhelm", macht.

Knitsch diskutiert um 14 Uhr mit dem Europaabgeordneten Karl-Heinz Florenz, Brigitte Hilcher, Vorsitzende des Landesverbandes Regionalbewegung NRW und Vize-Landrat Josef Devers über "Chancen durch Regionalvermarktung". Moderiert wird die Debatte von Alpens Bürgermeister Thomas Ahls.

Auf dem Ratsbongert können Besucher den Niederrhein schmecken. Die Nabu-Ortsgruppe ist mit ihrer Obstpresse vor Ort. Gefüttert wird die von den St.-Georg-Pfadfinder, die die Äpfel tags zuvor sammeln. Eine mobile Direktmosterei stellt sich vor: Sie macht aus Obst von eigenen Bäumen direkt zu Hause Saft mit einem Mindesthaltbarkeitsdatum von gut einem Jahr. Mit dem Anbieter kann man am Stand einen Termin vereinbaren.

Der Saftladen van Nahmen aus Hamminkeln ist Stammgast. Die Obstkelterei ist nicht nur in der Küche des Bundespräsidenten angekommen und bei Sterne-Köchen in der Republik geschätzt. Sie gilt auch als Schrittmacher für alte Apfelsorten. Wer schon immer wissen wollte, was für eine unbekannte Obstsorte, Birne oder Apfel, in seinem Garten wächst, hat die Gelegenheit, sein Obst von einer Fachfrau bestimmen zu lassen.

Auf dem weitläufigen Gelände schenkt Walter-Bräu aus Büderich sein Bier aus, der Heidemilch-Betrieb Groß-Bölting aus Hamminkeln-Nordbrock präsentiert selbst Produziertes aus der Milch von hofeigenen Ziegen. Biobauer Rölfing aus der Dingdener Heide hat Fleisch im Angebot - alles Betriebe aus dem Zusammenschluss "Feines vom Land", der NRW regelmäßig auf der Grünen Woche in Berlin vertritt.

Für Flugeinlagen sorgt die Greifvogelstation aus der Schill-Kaserne in Wesel. Der Imkerverband und das Duisburger Bienenmuseum sind vertreten, wie auch die rollende Waldschule. Zudem hat sich ein großer Kunsthandwerkermarkt etabliert. Und es gibt Irish Folk und Blues auf der Bühne. Der Ort bietet viele Parkplätze. Doch Christian Chwallek, stellvertretender Nabu-Landesvorsitzender, hofft, dass viele per Rad kommen. Auf der Obstwiese kann man direkt aufs Konto beim "Stadtradeln" einzahlen.

Quelle: RP
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