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Wesel
Zeelink-Gegner sprechen von neuen Protesten

Wesel. Die Initiative gegen die Zeelink-Gaspipeline sieht sich durch das schwere Unglück im österreichischen Baumgarten in ihren Befürchtungen bestätigt. Dort war es vor zwei Wochen in einer der größten Gas-Verteilerstationen Europas zu einer Explosion gekommen, die einen Toten und 21 teils Schwerverletzte kostete.

"Es ist tragisch, dass wieder einmal eine solche Katastrophe geschehen musste, um das Gerede der Pipeline-Betreiber von einer angeblich 100-prozentigen Sicherheit als Lüge zu enttarnen", sagt Rainer Rehbein, einer der Sprecher der Initiative. Die österreichischen Behörden würden als Ursache für den Feuerball, vom Versagen eines winzigen Bauteils - der Verschlusskappe an einem Filter - aus, heißt es.

Die Initiative weist auch darauf hin, dass die Behauptung des Zeelink-Betreibers Open Grid Europa (OGE), bei ihnen habe es noch nie einen Unfall gegeben, eine Täuschung darstelle. Rehbein: "Vor seiner Umbenennung hieß das Unternehmen nämlich EON Ruhrgas und hat durchaus eine Katastrophen-Vergangenheit. Im August 2007 ließ der OGE-Vorgänger Bauarbeiten an seiner Pipeline bei Weinbach-Gräveneck (Hessen) ausführen. Als dabei eine Schweißnaht riss und die Leitung explodierte, verbog die Feuersäule noch in 150 Metern Entfernung stählerne Eisenbahnschienen. Nur durch ein Wunder gab es keine Toten." Auch damals sei erklärt worden, dieser Unfall "hätte nie geschehen dürfen". Rehbein rechnet mit massiven Protesten der Bürger, der Politik und der Verwaltungen gegen die geplante Trassenführung durch Voerde, Hünxe und Schermbeck.

Quelle: RP
 
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