| 00.00 Uhr

Hamminkeln
Zeichen für die Integrationsarbeit

Hamminkeln: Zeichen für die Integrationsarbeit
Bernd Romanski, Flüchtling Fahad und Bildhauermeister Peter Dopp, die den Grundstein gestaltet haben, Michael Möllenbeck und Reinhard Hoffacker (v.l.) FOTO: PR
Hamminkeln. Grundstein für Begegnungsstätte in Mehrhoog mit internationalem Fest gelegt.

Für die Integration der Flüchtlinge in Mehrhoog wird weiterhin viel getan. Das zeigte sich am Freitagabend bei der Grundsteinlegung für die Begegnungsstätte an der Bahnhofstraße und das anschließende Begegnungsfest an der Kreutzstraße. Die Stätte ist über die Integrationsarbeit hinaus künftig ein wichtiger Ort für Vereine und Organisationen in Mehrhoog. Die Nachbarschaft wurde, wie berichtet, bei diesem Projekt mit in die Planung einbezogen. Bürgermeister Bernd Romanski nannte auch die im Vorfeld getroffenen negativen Aussagen über das Projekt, betonte aber vor allem die Chancen für Mehrhoog, die mit den Nutzungsmöglichkeiten der Räumlichkeiten verbunden sind.

So konnte in diesem Jahr keine Karnevalsveranstaltung der kfd im Ort durchgeführt werden, nachdem die Gaststätte Pollmann geschlossen worden war und kein geeigneter Saal mehr vorhanden ist. Der Bürgerverein musste im Nachbarort feiern, und auch der Männergesangverein benötigt immer wieder Räume. Der Männerchor war es auch, der mit einem Lied die Feier für die Grundsteinlegung eröffnete. Bernd Romanski ging weiter darauf ein, dass die Begegnungsstätte ein wichtiger Schritt zu engagierten Flüchtlingshilfe sei. Er dankte dem Trägerverein, der die Stätte ab dem Jahr 2018 leiten wird, für sein Engagement. Noch zuständig für die Koordination ist der städtische Quartiersmanager. Die Fertigung des Grundsteins erwies sich als ein weiterer Bestandteil der Integration. Gemeinsam wurde er vom örtlichen Bildhauermeister Peter Dopp und vom Flüchtling Fahad entworfen.

Gut besucht war die Veranstaltung an der Kreutzstraße. Dorthin wurden einige Besucher vom Bürgerbusverein gebracht. Für reibungslosen Ablauf vor Ort sorgten die Flüchtlinge und Ehrenamtler von "Mehrhoog hilft". Sie arbeiteten nicht nur gemeinsam am Auf- und Abbau und am Grill. Sie hatten auch für ein tolles internationales Büfett gesorgt, das bei den Gästen auf positive Resonanz stieß. Einen weiteren Punkt steuerte der Mehrhooger Spielmannszug bei, der das Programm wie der Männergesangsverein unterstützte. Er spielte nicht nur, sondern ließ die Flüchtlinge Instrumente ausprobieren und stellte Uniformteile zur Verfügung.

Für die Beschäftigung der Kinder sorgten die Helferinnen der Betreuungsgruppen und der Deutschkurse von "Mehrhoog hilft". Gemeinsam tanzten Mehrhooger und Flüchtlinge zu arabischer und deutscher Musik. Für alle Beteiligten steht fest, dass ein solches Fest Bestandteil der Integration bleibt.

(thh)
 
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

Hamminkeln: Zeichen für die Integrationsarbeit


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.