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Kommentar
Zweitbeste Idee ist eine Alternative

Wesel. Zweifelsohne erfüllt der Stadtlogo-Entwurf des Oberhausener Designstudenten Antonios Jansen-Gessas alle wichtigen Kriterien, die die Stadt Wesel als Auftraggeber des studentischen Wettbewerbs aufgelistet hat: Das rot-blaue W, dessen drei geschwungene Bögen das Flüsschen Issel, die Lippe und natürlich den Rhein symbolisieren, ist ein einfaches, wenngleich auch unverwechselbares Symbol. Es funktioniert unter anderem auch einfarbig auf Briefköpfen und eignet sich auch als Handy-App. Doch die Herzen der Menschen, nein, die gewinnt das neue Wesel-W nicht.

Jedenfalls nicht auf Anhieb. Muss es auch nicht. Sagen jedenfalls die Experten. Wer aber sagt, dass Experten immer Recht haben? Kritisches Hinterfragen ist nie verkehrt. Bis zur endgültigen Entscheidung im Rat am 6. März ist noch Zeit genug, um sich mit der Frage zu beschäftigen, ob nicht vielleicht die Stadtlogo-Idee der beiden zweitplatzierten Studentinnen die bessere Alternative? Zumal die Stadt die Rechte an dem Entwurf besitzt. Oder kann nicht auch eine Kombination aus beiden Ideen auch die Zweifler in Politik und Bevölkerung zufriedenstellen? Für alle offiziellen Angelegenheiten ist das Wesel-W erste Wahl.

Für alles andere wäre aber auch das charmante Pikogrammsystem von Mara Heemskerk und Lena Lengner eine Alternative. Die liebenswerten Symbole sind durchaus dazu geeignet, alle Themen und Sehenswürdigkeiten Wesels im Erscheinungsbild aufzugreifen. Kein Wunder, dass die Expertenjury dieses Konzept auf Platz zwei gewählt hat. Es lohnt sich garantiert, über diesen Kompromiss zu diskutieren. Klaus Nikolei

Quelle: RP
 
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