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Wolfdietrich Degler
"Zweiter Streetfood-Markt im Oktober"

Wolfdietrich Degler: "Zweiter Streetfood-Markt im Oktober"
FOTO: Malz Ekkehart
Wesel. Vor zwei Wochen wurde Wolfdietrich Degler (46) zum neuen Vorsitzenden der Weseler Werbegemeinschaft gewählt. Im RP-Interview spricht er über die Situation des Handels, Passantenströme in der Innenstadt und die Zeit als Butler in New York.

WESEL Wer sich mit Wolfdietrich Degler, dem neuen Vorsitzenden der Werbegemeinschaft unterhält, dem kommt unweigerlich der baden-württembergische Werbeslogan "Wir können alles. Außer Hochdeutsch" in den Sinn. Wolfdietrich Degler stammt aus Freudenstadt im Schwarzwald. Das hört man. Und er kann, wenn natürlich nicht alles, viele Dinge. Jedenfalls hat der Inhaber der Weseler Barrique-Filiale (Wein, Feinkost, Essig, Öl, etc.) in seinem Leben reichlich Berufserfahrung in der Hotellerie gesammelt und bekleidet zahlreiche Ehrenämter (u. a. Mitglied im IHK-Prüfungsausschuss). RP-Redakteur Klaus Nikolei hat den 46-Jährigen gestern in seinem Ladenlokal an der Hohen Straße besucht.

Hat sich Ihr Leben seit der Wahl zum Werbegemeinschafts-Vorsitzenden geändert?

Ein voller Erfolg war Anfang April der Streetfood-Markt rund ums Berliner Tor. Wegen des großen Besucheransturms soll es bereits am zweiten Oktober-Wochenende eine Neuauflage geben. FOTO: Ekkehart Malz

Degler (lacht) Schon ein wenig. Jedenfalls kommen Kunden, Kameraden der Weseler Bürgerschützen, aktuelle und auch ehemalige Händler, um mir zu gratulieren und Glück zu wünschen.

Während der Jahreshauptversammlung der Werbegemeinschaft, bei der Sie gewählt wurden, weil Philippe Tenhaeff aus privaten Gründen in die zweite Reihe getreten ist, wurde die Zahl der Mitglieder bekannt gegeben: 69. Das könnten sicher mehr sein.

Degler Da ist noch Luft nach oben. Ich werde in der nächsten Zeit versuchen, mit möglichst vielen Händlern ins Gespräch zu kommen und sie davon zu überzeugen, dass wir zusammen dafür sorgen können, Wesel nach vorne zu bringen.

Ich habe gerade die Ergebnisse der neuesten Passantenfrequenz-Zählung des Immobilienberatungsunternehmens JLL in Frankfurt erhalten. Wesel liegt bei den Städten bis 100.000 Einwohnern bundesweit auf Rang zehn - vor Bocholt, Tübingen und Iserlohn. Am 16. April, einem Samstag, wurden zwischen 13 und 16 Uhr auf der Hohen Straße 2320 Passanten gezählt. In den Jahren zuvor waren es im Durchschnitt 2493.

Degler Der 16. April war vielleicht deshalb nicht so überragend, weil wir zwei Wochen zuvor den überaus erfolgreichen Streetfood-Markt in der Stadt hatten, den wir in ähnlicher Form wiederholen werden.

Gibt es schon einen Termin?

Degler Am Wochenende 8. und 9. Oktober. Es war einfach dieser unglaubliche Run auf die Stände, der dazu geführt haben, dass wir nicht bis zum Frühjahr 2017 warten wollten.

Mit dem Bereich Gastronomie kennen Sie sich ja aus, als ehemaliger Hoteldirektor. Was sagen Sie zum Angebot in Wesel?

Degler Da tut sich ja erfreulicherweise viel, mit dem Café Extrablatt und den Burger Nerds im unteren Bereich der Fußgängerzone. Ich persönlich würde mir zusätzliche gastronomische Angebote zwischen dem Kaufhof und dem Berliner Tor wünschen.

Was fehlt sonst noch?

Degler Ich höre von älteren Kunden, dass ein Lebensmittelhändler an der Fußgängerzone nötig wäre. Aber wir als Werbegemeinschaft können da wenig tun.

Bei Ihrer Bewerbungsrede sprachen Sie davon, dass Sie in USA und England Erfahrungen gesammelt haben.

Degler Unter anderem war ich in New York dreieinhalb Jahre im The St. Regis, unter anderem als Butler. So richtig mit Schwalbenschwanz (lacht). Es war gewiss eine schöne Zeit. Aber hier in Wesel, wo ich mit meiner langjährigen Partnerin lebe, bin ich mittlerweile auch sehr glücklich.

Quelle: RP
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