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Willich
17 Verkehrstote im Kreis
Willich: 17 Verkehrstote im Kreis
Zwei Schwer- und fünf Leichtverletzte forderte am 21. Mai 2011 ein Unfall auf der L 372 zwischen Amern und Dülken – das sind sieben von insgesamt 1287 Verletzten, die die Unfallstatistik für das Jahr 2011 ausweist. FOTO: Busch (Archiv)
Willich. Im Jahr 2011 starben im Kreis Viersen 17 Menschen im Straßenverkehr – das sind sechs mehr als im Vorjahr. Zudem stieg die Zahl der Schwer- und Leichtverletzten weiter an. Insgesamt ereigneten sich 7896 Unfälle im Kreisgebiet. Von Hendrike Spaar

Etwa alle 21 Tage stirbt im Kreis Viersen ein Mensch im Straßenverkehr – das geht aus der aktuellen Verkehrsunfallstatistik hervor, die die Kreispolizei gestern veröffentlichte. In konkreten Zahlen bedeutet das: 2011 starben 17 Menschen bei Verkehrsunfällen – sechs mehr als noch im Vorjahr.

Zudem erhöhte sich die Gesamtunfallzahl im Kreis , um 2,5 Prozent auf 7896 im Vergleich zu 2010 (7699). "Das ist kein erfreuliches Ergebnis", kommentierte Landrat Peter Ottmann, "vor allem, da man bedenken muss, dass hinter jeder Ziffer ein Einzelschicksal steckt und jeder Tote ist einer zu viel." Da sei es auch kein Trost, dass der Kreis im landesweiten Trend liege.

Mehr Schwer- und Leichtverletzte

Aber nicht nur bei den Verkehrstoten musste die Polizei einen Anstieg verzeichnen, sondern auch bei den Schwer- und Leichtverletzten – und zwar sowohl bei den Pkw-, den Rad- und Kradfahrern sowie den Fußgängern aller Altersgruppen. "Die Zahl ist deutlich angestiegen", erklärt Polizeihauptkommissar Joachim Walther-Schückes, stellvertretender Direktionsleiter Verkehr. Während die Statistik für 2010 noch 914 Leichtverletzte auswies, sind es für 2011 1067. "Das ist im Vergleich der vergangenen fünf Jahre ein absoluter Höchststand", so Walther-Schückes. Bei den Schwerverletzten bewegt sich die Zahl mit 220 hingegen knapp unterhalb des 5-Jahres-Durchschnitts – stieg aber im Vergleich zum Vorjahr auch um 14 Fälle.

"Um diese Zahlen zu reduzieren, setzten wir nicht nur, aber verstärkt auf Maßnahmen zur Geschwindigkeitsreduzierung", so Walther-Schückes. "Wissenschaftliche Untersuchungen belegen, dass eine Geschwindigkeitsreduzierung um zwei Stundenkilometer auf innerörtlichen Straßen bereits zu einem Rückgang der Verunglückten um 15 Prozent führt."

Darum sei es das Ziel der Polizei, eine allgemeine Senkung des Geschwindigkeitsniveaus zu erreichen. Auf einem guten Weg sei die Polizei im Bereich von Drogen- und Alkoholfahrten. So sei es sehr erfreulich, so Walther-Schückes, dass die Zahl der von der Polizei aufgedeckten folgenlosen Alkohol- und Drogenfahrten mit 191 Fällen auf dem hohen Niveau des Vorjahres (180) geblieben ist.

Es zeige sich, dass die über Jahre vorgenommenen Fortbildungen der Polizisten zur Erkennung von Drogen Früchte tragen. Bei den Verkehrsunfällen bleibt die Ursache Drogeneinfluss (10) auf dem niedrigen Niveau der Vorjahre, die Zahl der alkoholbedingten Verkehrsunfälle ging zudem von 143 auf 123 zurück.

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Quelle: RP/rl
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