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Tönisvorst
176 Bäume und ein Weg

Tönisvorst. Mehr Sicherheit für Fußgänger und Radfahrer wird es ab November an der Kreisstraße 13 im Kehn in Vorst geben. Dort wird zur Zeit ein Geh- und Radweg gebaut. Von Non Natascha Becker

Was lange währt, wird endlich gut. Zumindest sieht es im Kehn in Vorst so aus. Dort laufen derzeit die Arbeiten für den kombinierten Geh- und Radweg entlang der Kreisstraße 13, besser bekannt als Straße Kehn/Kehner Heide, auf Hochtouren. Von der Kreuzung St. Töniser Straße/Kehn (Landstraße 475/Kreisstraße 13) bis zur Kreuzung Düsseldorfer Straße/Kehner Heide (Landstraße 379/Kreisstraße 13) wird sich der neue Weg für alle nichtmotorisierten Fahrzeuge und Fußgänger ziehen.

Bis dato nutzen alle die Kreisstraße gemeinsam mit dem normalen Verkehr und das ist mit einigen Gefahren verbunden. Insbesondere, da die Straße in den letzten Jahren immer stärker befahren wurde und das mit überhöhten Geschwindigkeiten. „Bei Geschwindigkeitsmessungen überschritten 82 Prozent aller Fahrzeuge die zulässige Höchstgeschwindigkeit“, berichtet Dieter Kumstel, Leiter des Amtes für technischen Umweltschutz und Kreisstraßen des Kreises Viersen. Mit der Baumaßnahme geht ein lang gehegter Wunsch der Tönisvorster in Erfüllung. Schon vor weit über zehn Jahren setzte man sich bei der Stadt und in der Politik für die Umsetzung des Projektes ein.

„Ich war damals im Kreistag und Mitglied der Projektgruppe, die sich mit dem Geh- und Radweg beschäftigt hat“, erinnert sich Martin Dahmen, der selber im Kehn lebt. Im Rahmen des Landschaftsplanes acht war auf der freien Strecke ein Radweg geplant. Doch bis zur Realisierung sollte es noch etliche Jahre dauern. 1998 kündigte der Kreis Viersen an, dass man die Absicht habe, den Geh- und Radweg zu bauen. Damit war zwar das Signal gesetzt, aber bis zum ersten Spatenstich vergingen noch zehn Jahre.

Am 7. Juli 2008 starteten die Arbeiten jetzt endlich. Dafür musste der Kreis von 21 Eigentümern Grundflächen in einer Größenordnung von rund 20.000 Quadratmeter erwerben. Platz benötigt dabei nicht nur der reine Geh- und Radweg, der mit einer Breite von 2,50 Meter auf einer Länge von 2,9 Kilometern zu Buche schlägt. Dazu kommt der Trennstreifen zwischen Straße und Weg sowie der Raum auf der anderen Seite des Weges für Bäume. „Vom Gesetzgeber sind bei solchen Maßnahmen Ausgleichsflächen Pflicht. Wir pflanzen so 176 Bäume“, erklärt Kumstel.

Während der Geh- und Radweg auf der Länge der Ortsdurchfahrt – 800 Meter – in Pflaster erstellt wird, zieht er sich entlang der Felder und Wiesen in Asphaltbauweise. Die Kosten für die gesamte Maßnahme inklusive der Pflanzmaßnahme belaufen sich auf 840 000 Euro, davon entfallen 700 000 Euro auf den reinen Geh- und Radweg. „Wir sind derzeit voll im Plan und werden die Maßnahme Ende November fertiggestellt haben“, berichtet Kumstel.

Bei der Stadt Tönisvorst ist man begeistert. „Damit eliminieren wir einen Gefahrenpunkt. Wir sind mehr als nur froh“, sagt Andrea Mayer vom Tiefbauamt der Stadt.

Quelle: RP
 
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