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Stadt Willich
350 Inliner rollen durch Willich und Tönisvorst

400 Skater machen Halt an der Neusser Skihalle
Stadt Willich. "Ich wollte mal wissen, ob ich dies durchhalte", sagt gestern Gudrun Kiesheyer. Die 44-Jährige, die ansonsten in einem Krefelder Gymnasium Pädagogik und Sport unterrichtet, hatte bislang auf ihren Inline-Skatern an einem Stück etwa 20 Kilometer geschafft.

Jetzt waren es 80 und das jeweils an drei aufeinander folgenden Tagen. Sie schaffte es. Gudrun Kiesheyer lag am Abend sicherlich etwas erschöpft aber glücklich im Bockumer Badezentrum. Dort ging die 6. NRW-Inlinetour zu Ende. Etwa 350 Ausdauersportler zwischen 20 und 60 rollten an drei Tagen von Düsseldorf über Neuss nach Hürth, dann über Elsdorf nach Erkelenz und gestern über Willich, Tönisvorst nach Krefeld.

Es war ein großer Tross von Shuttles, Bussen, von Gepäck- oder Werkstattwagen, der gestern zur Mittagspause mit den Sportlern in den Anrather Ramshof rollte. Eskortiert, geleitet und beschützt wurden die Skater von sieben Krads und vier Einsatzfahrzeugen der Polizei. Die Kradfahrer kamen aus Düsseldorf, Heinsberg und Krefeld. Einsatzleiter Polizeihauptkommissar Rainer Schaepkes (Viersen) urteilte in einer ersten Bilanz: "Es ist bisher optimal gelaufen."

Optimal lief es ferner für die beiden Grevenbroicher Anne Vieten (23) und Julia Knabben (29). Anne, von Beruf Wirtschaftsprüferin und schon bei anderen Ausdauer-Sportarten erfahren, musste ihre Freundin Julia erst noch überreden. Und mit Recht konnte Julia stolz darauf sein, am zweiten Tag ohne Pause eine Strecke von rund 60 Kilometern zurückgelegt zu haben. Der 62-jährige Klaus Schrewe aus Bad Sassendorf hatte mit den 240 Kilometern überhaupt keine Probleme.

In der eineinhalbstündigen Mittagspause gab es im Ramshof von Henny, Leo und Matthias Stieger eine Stärkung. Willichs Bürgermeister Josef Heyes kam vorbei, begrüßte die Skater, wie auch am Nachmittag bei einer Getränkepause in St. Tönis der Tönisvorster Bürgermeister Thomas Goßen. "Es war super", sagte Klaus Neth aus Mülheim. Der 42-Jährige hatte vor etwa drei Jahren mit dem Inline-Skaten angefangen, will auf den Rollen auch den Berlin-Marathon am 26. September fahren. Die Teilnehmer kamen aus dem ganzen Bundesgebiet, einige sogar aus dem benachbarten Ausland. Nur selten kamen die kleinen Busse, die unterwegs die Laufmüden einsammelten, zum Einsatz.

(schö.)
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