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Stadt Willich
Abwasserkanäle: Revisionsschächte nicht zwingend

Stadt Willich. Die Fraktionen von CDU, FDP und Grünen im Rat der Stadt Willich fordern die Stadtverwaltung auf, die Bürger beim Betrieb ihrer Abwasserleitungen zu entlasten. Der Stadtrat hatte am 17. Dezember eine neue Entwässerungssatzung beschlossen. Jetzt fordern die Fraktionen von der Verwaltung, den politischen Willen umzusetzen und von den Bürgern keine Revisionsschächte für private Kanäle zu verlangen. In einem gemeinsamen Antrag schreiben CDU, FDP und die Grünen: Bescheide, die den Bau eines oder mehrerer Revisionsschächte bei Abwasseranschlüssen ausschließlich privater Haushalte vorgesehen haben, werden in diesem Punkt ausgesetzt. Dies gilt auch für Bescheide, die auf Basis der vorherigen Rechtslage erlassen wurden, um eine Gleichbehandlung aller Bürger gemäß der neuen Rechtslage sicherzustellen.

"Die Klarstellung im Stadtrat ist nötig, damit alle Hausbesitzer Rechtssicherheit haben. Die neue Entwässerungssatzung der Stadt Willich ist bürgerfreundlich formuliert, das muss die Stadtverwaltung respektieren", sagt Hans-Joachim Donath, Fraktionsvorsitzender der FDP. Dr. Raimund Berg, Vorsitzender der Grünen-Fraktion, erläutert: "Wenn bei einer Sanierung des Abwasserkanals zwingend Einstiegsschächte gebaut werden müssten, könnte das mehrere Tausend Euro kosten. Und das haben wir abgelehnt." Für die CDU-Fraktion fügt Vorsitzender Johannes Bäumges hinzu: "Die Stadt Willich soll die Öffentlichkeit darüber informieren, dass der Bau von Revisionsschächten nicht mehr erfolgen muss ." Ein abweichendes Verwaltungshandeln soll laut Antrag im Einzelfall nur aufgrund besonderer Gründe des Abwasseranschlusses möglich sein.

(msc)
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