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Stadt Willich
Ackerflächen werden rar und teurer

Stadt Willich: Ackerflächen werden rar und teurer
Die Runde der Willicher Ortslandwirte bei Bürgermeister Josef Heyes, der Beigeordneten Martina Stall (2.v.l.) und Uwe Schummer MdB (5.v.r.). FOTO: STADT
Stadt Willich. Der Runde Tisch Landwirtschaft kam im Neersener Schloss bei Bürgermeister Josef Heyes zusammen. Die Landwirte kritisieren den Landverbrauch durch Baugebiete und Straßenbau. Beigeordnete Stall regte mehr Blühstreifen an. Von Kai Aussen

"Land-"wirtschaft" heißt mit der Natur "wirtschaften". "Dies bedeutet, die Ressourcen und die Umwelt zu schonen, da diese die Existenzgrundlagen der Landwirtschaft sind", resümierte nach Abschluss der Gesprächsrunde Bürgermeister Josef Heyes, zu der er jetzt die Willicher Ortslandwirte Helmut Oellers, Christian Meyer, Peter Friesen und Dr. Michael Heintges, Stadtlandwirt Theo Heyes, Kreisbauernvorsitzenden Christian Küskens und den Geschäftsführer der Kreisstelle des Rheinischen Landwirtschaftsverbandes Sebastian Gores ins Neersener Schloss eingeladen hatte.

Aktuelle wie auch brennende Themen wurden erörtert. Hierzu gehört die bei den Landwirten deutlich spürbare Verknappung an landwirtschaftlichen Flächen. "Diese Verknappung hat einen starken Anstieg der Preise für Ackerflächen zur Folge. Im Huckepack der hohen Grund- und Bodenpreise steigen auch die Pachtpreise, die seit einem Jahr von sinkenden Produktpreisen, besonders bei Milch und Getreide, begleitet werden.

Angesprochen wurde auch der Flächenverbrauch der öffentlichen Hand. Straßen, hier wurde die zur Zeit laufende Machbarkeitsstudie einer nördlichen Umgehungsstraße für Schiefbahn sowie der mit daraus resultierende hohe Bedarf an Bau- wie Ausgleichsflächen diskutiert. Die Technische Beigeordnete Martina Stall stellte hierzu die bereits in der Nachbarstadt Krefeld praktizierte Möglichkeit der Einrichtung von alternierenden Blüh- und Ackerrandstreifen vor, die in Zusammenarbeit mit der "Stiftung Rheinische Kulturlandschaft" umgesetzt und betreut wird und eine Bereicherung von Flora und Fauna mit sich bringt. Feldfluren werden damit aufgelockert und bieten Fasanen, Hasen und Lerchen Rückzugmöglichkeiten. Beklagt wurde die sinkende Population an Fasanen, Hasen, Rebhühner und Kiwitz, die durch die starke Zunahme des Dohlen-, Krähen- und Elsterbestandes massiv gefährdet sind, da diese als Raubvögel die Brutnester ausräubern und Junghasen als Beute die Augen auspicken.

Der Unterhalt der Wirtschaftswege und die gegenseitige Akzeptanz zwischen Naherholungssuchenden und Landwirtschaft wurden erörtert. Erfreut nahm Uwe Schummer (MdB) als langjähriger Bildungspolitischer Sprecher der CDU/CSU -Bundestagsfraktion die Mitteilung entgegen, dass die Zahl der Auszubildenden in der Landwirtschaft zunimmt. Aus Sicht der Landwirtschaft wurde die ortsnahe schulische Ausbildung im Kreis-Berufskolleg in Willich als gut bewertet. Christian Küskens und Sebastian Gores kündigten von Seiten der Landwirtschaft und des Verbandes öffentliche Informationskampagnen an. Die Landwirte bedankten sich bei der Stadt Willich für die gute und konstruktive Zusammenarbeit.

Quelle: RP
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