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Stadt Willich
Alle 220 Stimmen beim Schlusslied vereint

Stadt Willich. "Auf uns" und "Millionen Lichter" hieß es am Beginn von gleich zwei Anrather Benefizkonzerten, die unmittelbar hintereinander stattfanden. Nicht direkt um Millionen, aber doch um große Zahlen handelte es sich bei dieser Veranstaltung gleich mehrfach. Die Zahl der aktiven Sänger und vor allem Sängerinnen belief sich auf rund 220. Freie Plätze blieben in der St.-Johannes-Baptist-Pfarrkirche Mangelware, und so kam für zwei gute Zwecke eine Menge Geld zusammen. Ohne Abzüge werden die Eintrittsgelder je zur Hälfte an die an die Willicher Flüchtlingsinitiative "LOT" und an den Förderverein des Lise-Meitner-Gymnasiums weitergeleitet. Von Gert Holtmeyer

60 Kinder dieser Schule, die als Chorklassen doppelt so viele Musikstunden wie die Parallelklassen erhalten, übernahmen den Start. Geleitet von Rita Wermes beeindruckten sie durch ihre Begeisterung und ihre lockere Sicherheit, im Auftreten wie im Singen. Dazu gehörte auch, dass problemlos alles auswendig vorgetragen wurde.

Das gilt sinngemäß auch für die beiden anderen Chöre, beide von Andrea Kautny geleitet. Sie hatte den gemischten Chor "Die Tontöpfe" vor 15 Jahren gegründet. Die Souveränität der Mitglieder ist erstaunlich. Ob alte Schlager ("Griechischer Wein") oder Gospels ("Hallelujah") auf dem Programm stehen: für jeden Titel gibt es eine eigene Choreographie. Bei "Aber dich gibt's nur einmal für mich" verteilen sich die Mitglieder in Paaren unter die amüsierten Zuhörer. Da muss jeder für seine Partie allein die Verantwortung tragen, an der Stimme des Chornachbarn kann sich dann keiner mehr orientieren. Und eine gehörige Portion Humor wird gleich mitgeliefert.

Als Kautny vor acht Jahren neue Mitglieder für die "Tonköpfe" suchte, hatte sie plötzlich ein Überfluss-Problem. Es kamen weit mehr Interessenten, als sie unterbringen konnte. Darauf gründete sie mit "Frauenpower" einen neuen Chor, der mit 170 Frauen aller Altersstufen zum größten der Region wurde. Noch mehr geht nicht, inzwischen gibt es Aufnahmestopp und Warteliste. Trotz der großen Zahl klingt es an keiner Stelle schwerfällig. Musical-Melodien aus "Phantom der Oper" und "Sister Act" erklingen leicht und schwungvoll, Herbert Grönemeyers "Männer" gelingt trotz des komplizierten Arrangements mühelos. Sorgfältig einstudiert hatte Kautny auch die beiden Schlusslieder, an denen sich alle 220 Kehlen beteiligten. "We are the world" hieß es da und "Time to say goodbye". Aber dem Publikum war noch nicht nach "goodbye" zumute und es durfte sich über eine Zugabe freuen. Die stammte von ABBA und brachte die Stimmung im Publikum genau zum Ausdruck: "Thank You for the Music".

Quelle: RP
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