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Stadt Willich
Arbeit in der Umweltstation beeindruckt

Stadt Willich: Arbeit in der Umweltstation beeindruckt
Der Naturerlebnisgarten an der 2002 eröffneten Schulbiologischen Station (Eva-Lorenz-Umweltstation) im Schlosspark Neersen stößt auf großes Interesse bei Jung und Alt. FOTO: NABU
Stadt Willich. Diese Ausschusssitzung fand (fast) unter freiem Himmel statt: Der Umweltausschuss besichtigte die Eva Lorenz-Umweltstation und beriet die weitere Tagesordnung im Kursraum. Von Nadia Joppen

Die Mitglieder des Umweltausschusses waren von der Entwicklung sichtlich beeindruckt: Auf Veranlassung des Willicher Umweltbeauftragten Franz-Carl Hübner und Einladung des NABU besichtigten sie vor der Sitzung am Dienstagabend die Eva Lorenz-Umweltstation im rückwärtigen Bereich des Parks von Schloss Neersen.

Jack Sandrock (Vorsitzender NABU Willich), seine Frau Monica und Monika Wagner, die als Sozialpädagogin die Arbeit in der 2002 eröffneten Umweltstation betreut, zeigten den Gästen, was sich in dem naturbelassenen Teil des Schlossparks entwickelt hat - etwa den rund 1000 Quadratmeter großen Natur-Erlebnisgarten mit Kräuterlehrpfad, den Barfuß-Pfad, den 2015 eingerichteten Wald-Lehrpfad und die 2016 entwickelte Schmetterlingsinsel. "Der Park wird hier immer attraktiver und es kommen immer Besucher", fasste Monica Sandrock zusammen.

Die anschließende Sitzung des Ausschusses fand im Kursraum der Umweltstation statt. Vor Eintritt in die Tagesordnung gab Monika Wagner einen Überblick über ihre Aufgaben - Planung und Entwicklung des jährlichen pädagogischen Angebotes etwa für Gruppen aus den Kindergärten und Schulen, Betreuung der beiden jungen Menschen, die bei der Stadt Willich ein Freiwilliges Ökologisches Jahr absolvieren, die Pflege des Naturerlebnisgartens, Dokumentation der Arbeit und die eigene Fortbildung über Seminare. Alle diese Dinge leistet sie als geringfügig Beschäftigte über einen 450-Euro-Job. Sie wies daraufhin, dass sie gerne bereit wäre, eine 20-Stunden-Stelle zu übernehmen und habe Ideen, was sie noch anbieten könne. Als Beispiele nannte sie Projekte für Flüchtlingskinder, für Menschen mit Behinderung - für die es bislang noch gar nichts in der Umweltstation gibt - oder Workshops zu Umweltthemen für Lehrer sowie die Beratung von KiTas und Schulen zu Umweltprojekten auf dem eigenen Gelände. Außerdem könne die Umweltstation so ausgebaut werden, dass sie nach den Regeln des NUA zertifiziert werde.

Die Ausschussmitglieder hörten sich die Vorschläge an - eine Diskussion war nicht vorgesehen.

Die folgende Tagesordnung brachte viele Informationen, aber keine wesentlichen Entscheidungen: Thorsten Meliß (Energiebewirtschaftung) stellte Auszüge aus dem Energiebericht 2016 vor. Die Kernaussagen: Die Kosten für Wärme, Strom und Wasser haben sich im Vergleich zum Vorjahr um fast 63000 Euro reduziert. Gründe sind unter Anderem neue Verträge für den Bezug von Gas und die Tatsache, dass die Stadt über die Stadtwerke jetzt günstige Strompakete direkt an der Börse kauft.

Außerdem gab es eine Reihe von Verwaltungs-Mitteilungen. Sie informierte über Projekte und Ergebnisse im Bereich Umweltschutz: die Einweihung des Bürgergartens unter der Patenschaft des Jugendzentrums No.7, das Bienenseminar am 20. April oder das Effizienzforum Niederrhein am 18. Mai. Die Technische Beigeordnete Martina Stall wies daraufhin, dass beim Anrather Brunnenfest am Sonntag die diesjährige Aktion "Stadtradeln" gestartet sei und fordert zu einer regen Beteiligung der Ratsmitglieder auf.

Am 4. September wird es einen Info-Tag E-Mobilität im Innenhof des Schlosses Neersen für die Bürger geben. Dabei werden verschiedene E-Fahrzeuge (Autos, Roller, Bikes bis zu Rollstühlen) vorgestellt. Es haben sich bereits elf Händler angemeldet. Außerdem gehen die Arbeiten an dem Projekt "Global Nachhaltige Kommune" weiter - sie verzögern sich aber, weil sie sehr zeitaufwendig sind.

Quelle: RP
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