| 00.00 Uhr

Stadt Willich
Asylbewerber feiern schon mal Weihnachten

Stadt Willich: Asylbewerber feiern schon mal Weihnachten
Die Nationen und Religionen waren bunt gemischt bei der Weihnachtsfeier des Arbeitskreises Fremde in der Anrather Josefshalle. FOTO: Wolfgang Kaiser
Stadt Willich. Aufgeregte Kinder, selbst gebackene Plätzchen, Mandarinen, Äpfel und eine weihnachtlich geschmückte Josefshalle: Der Arbeitskreis Fremde in der Stadt Willich (AKF) hatte die in Willich lebenden Asylbewerber-Familien aller Glaubensrichtungen wieder zur Weihnachtsfeier eingeladen. "Egal, was das Kind für einen Namen hat, wir machen es uns heute gemütlich", schilderte Jutta van Amern, die AKF-Vorsitzende, die Idee.

Der AKF hatte alle rund 150 Kinder aus Asylbewerber-Familien mit ihren Eltern und die Erwachsenen aus den Deutschkursen zur Feier eingeladen. Die Nationen waren bunt gemischt - aus Eritrea und Afghanistan, aus Syrien, Mazedonien, dem Iran oder dem Irak und mehreren Balkanstaaten. Viele Gäste seien zum ersten Mal bei der Feier, da sie erst in den vergangenen Wochen nach Willich gekommen sind, schilderte van Amern, "die Alteingesessenen kennen das Fest schon".

Es gab ein buntes Programm: Den Auftakt machte das "Class Anders-Orchester" aus Haus Anrode - verstärkt durch die Sprach-Förderschüler der Johannesschule und ihrer Lehrerin Elke Schüssler. Die bunt gemischte Gruppe sorgte mit modernen internationalen Weihnachtsliedern sofort für gute Stimmung. Im Laufe des Nachmittags kam dann noch Clownin Antoschka mit ihrer Show auf die Bühne und verzauberte vor allem die Kinder.

Eine Weihnachtsüberraschung gab es zu Beginn für Jutta van Amern: Karl-Heinz Reidenbach, der Vizepräsident der "Fukki-Bikers" aus Anrath brachte eine Spende von 200 Euro. Die Mitglieder des Motorrad-Vereins hatten das Geld während ihres Sommerfestes gesammelt, "es ist nicht viel, aber vielleicht hilft es", meinte der Überraschungsbesucher.

(djm)
Diskussion
Das Kommentarforum zu diesem Artikel ist geschlossen.