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Stadt Willich
Auf dem Anrather Friedhof geht ein Zettelkleber um

Stadt Willich. Regelmäßigen Friedhofsbesuchern ist es schon seit einigen Wochen aufgefallen: Auf den beiden Infokästen des Anrather Friedhofs kleben häufig weiße Zettel mit der schwarzen Aufschrift "Hunde verboten". Teilweise kommt der Zusatz dazu "Ordnung muss sein, sonst ist der Haufen dein". Mit der gleichen Regelmäßigkeit haben andere Besucher diese Schilder entfernt oder das Wörtchen "Nicht" zwischen "Hunde" und "verboten" auf die Zettel geschrieben. Von Bianca Treffer

Tatsache ist: Auf dem Friedhof in Anrath dürfen Hunde an der Leine mitgeführt werden. Dies sagt ein städtischer Aushang im Infokasten klar aus. Ein Angebot, das gerade ältere Menschen gerne nutzen, wenn sie ein Grab besuchen. Einem Anrather Bürger reichte es nun mit der wilden Bekleberei der Infokästen, und er informierte das Friedhofsamt über die Vorgänge. Dort war man noch nicht auf die Taten aufmerksam geworden und entsprechend dankbar für den Hinweis.

Der Täter arbeite weiterhin mit seinen Zetteln, doch er ist inzwischen nicht mehr gänzlich unbekannt, denn er wurde jetzt von mehreren Personen bei seinen Aktivitäten überrascht. Es handelt sich laut Aussagen der Zeugen um einen Mann im Alter zwischen 60 und 65 Jahren mit grauem Bart. Zur Tatzeit trug er eine Jeans und ein blau-weiß-gestreiftes Polohemd. Die Bürger sprachen ihn auf sein Tun an, worauf der Mann in Richtung des Friedhofparkplatzes Mann flüchtete. Dabei konnte er allerdings fotografiert werden.

Einer der Zeugen meldete den Vorgang nicht nur bei der Stadt, sondern informierte auch die Polizei über den Tathergang. Bei der Stadt Willich indes stellt man nun Strafanzeige gegen Unbekanntwegen Sachbeschädigung. "Wenn jemand städtisches Eigentum beschädigt, und das ist hier der Fall, dann handelt es sich um Vandalismus. Es ist eine Sachbeschädigung, die wir nicht so hinnehmen werden", sagt Andreas Hans, der Leiter des Fachbereiches Landschaft und Straßen.

Viele Besucher des Anrather Friedhofes sind inzwischen sensibilisiert und achten vermehrt darauf, ob sie den besagten Mann sehen. Sein Theater müsse gestoppt werden, bemerkt einer der Bürger, die den Tathergang beobachteten. Nicht nur für ihn ist die Vorgehensweise des Täters nicht nachvollziehbar.

Quelle: RP
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