| 19.22 Uhr

Stadt Willich
Bande bei Einbruch von Polizei beobachtet

Stadt Willich. Planung, Beobachtung und Einbruch: Wie Täter bei einer Einbruchserie im Kreis Viersen vorgingen, wurde per Telefonüberwachung und GPS-Daten festgehalten.

Die Ermittler hatten eine mutmaßliche Diebesbande, die sich schon seit Monaten vor dem Krefelder Landgericht verantworten muss, schon lange im Verdacht. Bei dem Einbruch in einen Kiosk am Markt in Tönisvorst standen sie daher auch schon unter Beobachtung. Vor Gericht wurden gestern Details verlesen.

Einen Tag vor dem Einbruch im April vergangenen Jahres stimmten die Standortdaten des BMW, der bei mehreren Einbrüchen verwendet worden war, mit dem Tatort überein. Am Vormittag sei der Kiosk ausgekundschaftet worden. Zuvor hatten drei Männer sich per Handy verabredet. Zwei Stunden später machten sie sich in Richtung Willich auf den Weg nach Mönchengladbach. Das konnte auch anhand der Einloggdaten der Handys sicher festgestellt werden. In einer der darauffolgenden Nächte hatten sich die Täter dann "verschlüsselt" per Handy verabredet. Es habe Anweisungen gegeben, ein Teil davon geflüstert. Genau ausmachen konnte man Sätze wie "Nimm den Sack!" oder "Nimm den Tabak!"

Die Übersetzer konnten die Texte zum Teil den Angeklagten zuordnen. Die hatten ohnehin schon weitgehend Geständnisse abgelegt. Indes geht es immer noch um die Frage, ob einige der insgesamt sechs Angeklagten gezielt nach Deutschland eingeschleust wurden, um Straftaten zu begehen. Insgesamt geht es um über 20 Taten mit einem Gesamtschaden von fast 100 000 Euro. Die Verhandlung wird im April fortgesetzt.

(BL)
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