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Stadt Willich
Basar der Leprahilfe ist beliebt

Stadt Willich: Basar der Leprahilfe ist beliebt
Weihnachtliche Dekorationsartikel und Leckereien gab es unter anderem an den vielen Ständen zu kaufen. FOTO: Achim Hüskes
Stadt Willich. Die Aktion "Mission und Leprahilfe" Schiefbahn hatte zu ihrem Adventsbasar geladen. In der Kulturhalle gab es an den Ständen viel zu entdecken. Von Willi Schöfer

Wie beliebt der Adventsbasar der Aktion "Mission und Leprahilfe" ist, zeigte sich schon etwa zwei Stunden nach der Eröffnung. Unter anderem hatte Maria Barminsky-Schlößer neben ihren Elfen und Feen aus Märchenwolle 35 Adventsgestecke mitgebracht, 30 waren bereits zu diesem Zeitpunkt verkauft. Und auch die neunjährige Leonie aus ihrer kleinen Bäckerei der Hubertusschule strahlte, denn von den über 200 mit Spekulatius gefüllten Tüten gab es nur noch etwa 30.

Zu Beginn, als auf den zweitägigen Basar der Chor der Astrid-Lindgren-Schule einstimmte, dankte Hilfswerks-Vorsitzender Josef Heyes den vielen Helfern, die das ganze Jahr über gestrickt, gehäkelt, gebastelt, geschnitzt, Tombola-Preise geordert oder sonst wie geholfen hatten. Er konnte sich auf seine Leute verlassen, die größtenteils seit vielen Jahren mit von der Partie sind. So unter anderem Marlene Tenten oder Walburga Barwinsky. Chefin in der Cafeteria der katholischen Frauengemeinschaft war einmal mehr Annemarie Callens. Es gab neben Süßem auch Erbsensuppe und Leberkäs - "natürlich mit selbst gemachten Kartoffelsalat", versicherte Maria Heyes. Und draußen im Zelt der Pfadfinder hatte eine Mütterrunde Deko-Artikel hergestellt oder Getränke gebraut, so Elisabeth Wellen aus Niederheide den leckeren "Schiefbahner Pfirsichlikör".

Erstmals machte der 52-jährige Thomas Schlößer mit persönlichen und pfiffigen Geschenkideen mit: Er hatte im Hintergrund Fotos von Schiefbahner Ereignissen gemacht, modellierte dazu entsprechendes Ambiente mit passenden Mini-Figuren, stellte sie vors Foto und sorgte in speziellen Holzrahmen für einen 3-D-Effekt. Sein erstes kleines Kunstwerk hatte übriges vor wenigen Wochen Michael Schanze bei den Neersener Schlossfestspielen erhalten.

Einmal mehr gab der Schützenzug der "Ärm Söck" unzählige Tombolapreise aus, gehörten Messdiener oder die KJG-Karnevalsgruppe "Schiefbahner Jonges" zu den Aktivposten. Im Angebot waren Nistkästen, Futterstellen für die Eichhörnchen, Schmuck, Getöpfertes und jede Menge Näharbeiten. Das Buch-Antiquariat fehlte ebenso wenig wie die fair gehandelten Artikel. Willicher Wahrzeichen, so das Neersener Schloss oder die Schiefbahner Pfarrkirche, hatte einmal mehr der 74-jährige Werner Elsen perfekt aus Birkenholz geschnitzt. Der Schiefbahner, der einst als Textil-Ausrüster arbeitete, hatte mit diesem Hobby erst im Rentenalter angefangen und sagte: "Früher durfte ich nicht Schreiner werden, das habe ich dann nachgeholt."

Mittendrin war die Geschäftsführerin des Hilfswerkes, Stefanie Krass. Sie stellte einige Lepradecken aus und gab an einigen Wänden Auskünfte über die Verwendung der Basarerlöse. Im Schnitt lagen dieser in den vergangenen Jahren jeweils zwischen 14.000 und 15.000 Euro. Für gleich fünf Projekte ist der diesjährige Reingewinn gedacht. Die indische Gemeinde Amaravathipur soll einen Brunnen, das Dorf Akwaya Jowk in Äthiopien eine Getreidemühle bekommen. Außerdem werden mit dem Geld Medikamente gekauft, ein indisches Leprahospital unterstützt und für den tansanischen Ort Kisorya ein Wassertank angeschafft. Am zweiten Tag unterhielt noch die Musical-AG der Hubertusschule.

Quelle: RP
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