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Stadt Willich
Begegnung mit "Magister Spekulatius"

Stadt Willich. In Anrath hat am Sonntag die Adventszeit begonnen. Zum Weihnachtsmarkt kamen viele Besucher, außerdem hatten die Geschäfte geöffnet. Dazu gab es jede Menge Musik und Tanz. Für das leibliche Wohl war ebenfalls gesorgt. Von Willi Schöfer

"Ett öss vör oss enne Tied aanjeku-eme...", dies sangen gestern auf der Bühne Kinder der Mundart-AG der Albert-Schweitzer-Grundschule, von ihrer Lehrerin Ruth Fehrholz mit der Gitarre begleitet. Die Vorweihnachtszeit, die die Zweit- bis Viertklässler besangen, ist gestern auch so richtig in Anrath angekommen. Dort fand nämlich traditionell am ersten Adventssonntag der Weihnachtsmarkt des Werberinges statt.

Das Orga-Team, darunter wieder Frank Heublein und Anja Hasenbeck, hatte mal wieder einen guten Griff getan und am verkaufsoffenen Sonntag auch draußen über 80 Händler mit ihren Angeboten in den Stadtteil geholt.

"Seid gegrüßt und herzlich willkommen", so begrüßte im mittelalterlichen Gewand Frank Telaar als "Magister Spekulatius" die Besucher, die nach dem Spaziergang oder der Einkaufstour mit so allerlei Nützlichem wieder abzogen. Bei einem war es die Nordmanntanne, bei anderen ein hölzernes Rentier oder auch nur eine Reisekatalog für den nächsten Urlaub im Schnee.

Den Schnee gab es in Anrath leider nicht, wohl aber klare und trockene Luft und bereits am Samstagabend eine gut besuchte Apres-Ski-Party in einem beheizten Zelt auf dem Allee-Schulhof.

Und wem die Luft am Boden noch nicht kalt genug war, ging halt etwa 48 Meter hinauf, bis zur Galerie der katholischen Pfarrkirche. Dorthin führte nämlich gerade Peter Theisen vom Kirchbauverein die Besucher bei der Kirchturmbesteigung. Unten in der Kirche gab es Eine-Welt-Artikel, den "Fan Shop" des agilen Kirchbauvereins oder für die Kinder, organisiert vom Förderverein des katholischen Kindergartens, eine Vorlese-Ecke. "Ich fing vor etwa sechs Jahren damit an, als meine Tochter Martina in Magdeburg Gesundheits-Management studierte und ständig über kalte Füße klagte", sagte schmunzelnd die 57-jährige Barbara Reiners. Sie begann bequeme und bunte Filz-Hausschuhe herzustellen. Gestern zum Weihnachtsmarkt hatte sie etwa hundert Paare in allen Größen mitgebracht, von 16 bis 47. Die Besucher, wovon viele aus den Nachbarorten kamen, hatten die Qual der Wahl. Sollte es ein schönes Gesteck von Agnes Rolshoven sein, ein Wichtel aus Beton von Heinz-Peter Grütters oder lieber ein Amulett oder der praktische Thermomix? Wer sich noch nicht entscheiden konnte, sah sich in der Zwischenzeit das Bühnenprogramm mit viel Musik und Gesang an. Stimmungsvoll unter anderem: die "Leddschesweäver", Frauenchöre aus Anrath und Schiefbahn, Tobias Neumann am Klavier, Peter Fritz am Akkordeon oder die "Living Years Band". Auf der Bühne hatte am Morgen Willichs Bürgermeister Josef Heyes gemeinsam mit dem Vorsitzenden des Werberinges, Tom Helten, das Spektakel eröffnet.

Geschlemmt wurde natürlich auch. Bei der KAB gab es unter anderem von Hans-Joachim und Barbara Geilenkirchen den Glühwein, in einem Hinterhof Unmengen Portionen Grünkohl mit Mettwurst oder neben der Hausbrauerei Schmitz-Mönk den "Flammkuchen à la Zeltlager", mit Champignons, Tomaten und Spinat. Köche des Zeltlagerteams, darunter Jonas Lauenburger und Florian Blank, nutzen die Gelegenheit, die Jungs von neun bis 15 Jahren auf ihre nächste dreiwöchige Tour in den Harz aufmerksam zu machen.

Aktiv dabei war ferner der Förderverein des Kindergartens "Lok", unter anderem mit einer kleinen Weihnachtsbäckerei.

Quelle: RP
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