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Stadt Willich
Begegnungszentrum in der Krankenhaus-Kapelle

Stadt Willich: Begegnungszentrum in der Krankenhaus-Kapelle
Gestern wurde das Begegnungszentrum neben der Flüchtlingsunterkunft im alten Krankenhaus mit einer kleinen Feier eröffnet. FOTO: Wolfgang Kaiser
Stadt Willich. "Danke, dass sie der Stadt ein Gesicht gegeben haben", sagte gestern Markus Poltermann. Der katholische Pfarrer meinte all jene, die sich schon lange für Flüchtlinge einsetzen - sei es durch Spenden oder Betreuung. Insbesondere ging sein Dank an die Männer und Frauen der Initiative LOT, die aus der ehemaligen Krankenhaus-Kapelle in Alt-Willich ein kleines Begegnungszentrum gemacht hatten.

Etwa 60 Gäste und Ehrenamtler waren in die Kapelle gekommen, die vor etwa zwei Jahren entwidmet worden war. Natürlich war Anna Rieve mittendrin, die Koordinatorin der kirchlichen Hilfsorganisation "LOT", die sich um die Menschen in dieser Landeseinrichtung kümmert. Anna Rieve: "Die Wiederbelebung der Kapelle war mein großer Traum und mit Unterstützung vieler ist dieser tatsächlich wahr geworden." In den vergangenen Monaten hatten dort Ehrenamtler geschuftet, damit sich nunmehr in dem achteckigen Kapellenbau Deutsche und Ausländer begegnen können. Gestern waren verschiedene Spiel- und Sitzelemente aufgebaut. Gabriel (2) und Denis (7), die in Serbien ihre Heimat haben, probierten Spiele aus. Und einige ältere Flüchtlinge aus Guinea und dem Kongo saßen dabei, wussten wegen der Sprachprobleme noch nicht so recht, was da passiert.

"Wir fangen erst einmal mit dem Begegnungszentrum klein an, je nach Bedarf werden wir die Öffnungszeiten erweitern", meinte Rieve, die unter anderem mit Kirsten Schwikkard, Alexandra Fabry und Silvia Foy zum engagierten LOT-Team gehört. Zunächst ist dieses Zentrum montags von 10 bis 12 und 15 bis 17 Uhr sowie von 19 bis 21 Uhr geöffnet, außerdem donnerstags von 15 bis 17 Uhr. Jederzeit können weitere Ehrenamtler mitmachen.

Etwa 20 Ehrenamtliche gibt es derzeit, die dort im Wechsel die verschiedene Angebote machen werden, angefangen bei Sprachspielen für Kinder bis zu Bingo-Abenden oder Nähkursen. Auch einige Frauen aus Schiefbahn sahen sich um, so Birgit Haeser oder Maria Kuhlen, die sich eine Mitarbeit vorstellen konnten, ebenso Maria Klasen oder Andrea Kiohnte.

Angetan vom neuerlichen Engagement von LOT war Willichs Bürgermeister Josef Heyes. Und der Ehrenamtskoordinator des Betreibers (European Homecare), Hans-Willi Hoogen, äußerte: "Das ist schon stark, was hier in Willich abgeht." Vom sozialpädagogischen Team von European Homecare war Janna Poulianiti gekommen. Befragt danach, was den Flüchtlingen in der Einrichtung fehlt, sagte sie spontan: "Kinderwagen werden immer gebraucht, außerdem Sandalen und einfache Flip-Flops." Gestern lebten in der Landeseinrichtung etwa 300 Flüchtlinge. Ein Dank ging noch an die St.-Augustinus-Kliniken, die die Kapelle kostenfrei bereit gestellt hatten.

(schö)
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