| 11.07 Uhr

Willich
Bei eisiger Kälte ins Freie

Willich. Für die Läufer und Nordic Walker der Aktion "Fit in den Frühling" von Niederrheinwerken, Stadtwerke Tönisvorst und RP wurde es jetzt ernst: Erstmals ging es nach draußen. Am Anfang standen Grundkenntnisse auf dem Programm. Von Paul Offermanns

kreis Viersen Beim Auftakt zu "Fit in den Frühling" war es "saukalt", doch alle 16 Nordic Walker waren gekommen. Ist für den Läufer das Anpassen des Schuhes sehr wichtig, muss der Nordic Walker vor allem auf die richtige Stock-Höhe achten. "Bevor ihr Eiszapfen bekommt, muss ich euch einiges dazu erklären", sagte Instructor Jürgen Houf schmunzelnd. "Es gibt unterschiedliche Stöcke, starre und verstellbare und solche aus Carbon: Die sind besonders gut für Cross."

Lange Stöcke für große Männer

Für die richtige Stocklänge gibt es auch eine Formel: Körpergröße x 0,660. Die warf Houf jedoch über den Haufen: senkrechter Stock und waaggerechter Arm sind die Ober- und eine Faustgröße die Untergrenze. Dann verteilte er die Stöcke: 1,10 Meter, 1,15 Meter und sogar 1,35 für den 1,94 Meter großen Hermann-Josef Dohr und für Zwei-Meter-Mann Pieter Willeboordse. Beide kennen sich seit Jahren. "Je kürzer der Stock, je kleiner die Bewegung", erklärte Houf. Alle Stöcke passte der Instructor persönlich an.

"Eine richtige Daumenführung bringt den Stock dorthin, wo er hingehört", erläuterte er. Die Spitze am Ende des Stockes ist ein Metallstift. Er sorgt durch Einstecken am Boden für den nötigen Halt. Bei den Stöcken mit Korkgriff brauchen keine Handschuhe getragen werden, "Ich empfehle grundsätzlich Handschuhe, wenn die Hautfalte zwischen Daumen und Zeigefinger empfindlich ist", so Houf – sonst drohen Blasen.

Bevor es in die "Tanzstunde" des Nordic Walking im Takt 1,2, 3...1,2,3 ging, weihte er seine Teilnehmer in die Geheimnisse der Stockführung ein: Die Bewegung, insbesondere im Schulterbereich, ist genauso wichtig wie die Armführung nah am Körper. Noch wichtiger: die Hand muss beim Gehen nach hinten auf- und nach vorn wieder zugehen. "Das könnt ihr zu Hause üben mit auf und zu, auf und zu..." Auch empfahl der Sportlehrer, mit den geliehenen Stöcken daheim den Bewegungsablauf zu trainieren. Er wies auf den Kalorienverbrauch hin, wenn die Stöcke mit intensivem Körpereinsatz eingesetzt werden: Der Energieverbrauch ist höher als beim herkömmlichen Walken. Und er tröstete: "Allein schon durch das Öffnen und Schließen der Hände bekommt ihr warme Hände." Für die Viersenerin Sylvia Timmers ist es der erste Kontakt mit Nordic Walking: "Ich finde es gut, dass uns der Trainer den Sport Schritt für Schritt beibringt." Angelika Uth-Flatow aus Willich hat schon mal Nordic Walking gemacht. Auch sie freut sich auf den Kursus: "Wichtig ist, dass ich wieder die richtige Technik lerne." Interview

Quelle: RP
 
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