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Stadt Willich
Besucher schauten in die Röhre

Stadt Willich. Sie sind die Spezialisten für Rohr und Röhren: die beiden Geschäftsführer von ProPipe, Bernd Hollaender und Dirk Graumann. Im fünften Jahr beliefert das Unternehmen die Branche mit den Spezialprodukten, die zum Beispiel in Fußballtribünen, an Windkraftanlagen oder Aufzugstürmen installiert sind. Während der internationalen Fachmesse "Wire & Tube" in Düsseldorf hatten sich die Beiden diesmal etwas Besonderes in ihrer großen Halle 4 im Stahlwerk Becker ausgedacht: eine "After Tube Party".

"Die Messe findet alle zwei Jahre statt, diesmal haben wir uns dafür entschieden, nicht auszustellen und stattdessen unsere Spediteure, Lieferanten, Kunden und andere Messebesucher mit einem Shuttle-Dienst zu unserer Lagerstätte zu bringen und mit ihnen ins Gespräch zu kommen," erklärt Bernd Hollaender. "Obgleich unsere Firma seit der Gründung im Oktober 2011 jedes Jahr etwa zehn Prozent mehr Umsatz macht, ist der Konkurrenzkampf härter geworden." So kämen immer stärker Produzenten aus China und Indien auf den Markt oder Firmen aus der Türkei, die teilweise ihre Waren auch noch subventioniert bekommen."

Es dürften über 100 Gäste gewesen sein, die von der denkmalgeschützten Industriearchitektur beeindruckt waren. Betriebsleiter Torsten Barz stand inmitten der unterschiedlichen Röhren, in unterschiedlichen Größen, angefangen bei einem Durchmesser von 21,3 bis hin zu 1.220 Millimetern. In der Regel waren die Stahlrohre zwölf Meter lang. "Aber wir haben schon mal, für die neue Tribüne des FC St. Pauli, bis 18,5 Meter lange Konstruktionen geliefert", erzählt Hollaender.

Kunden sind unter anderem Hochbauunternehmen, die Öl-Bohrinseln oder Flughafen-Hangars errichten. Oder im Tiefbau einige Stadtwerke, viele aus dem Berliner Raum, da dort noch Versorgungsleitungen aus Stahl und nicht aus Kunststoff in die Erde gewuchtet werden.

(schö)
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