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Stadt Willich
Beten für den Frieden

Stadt Willich. Seit 27 Jahren pilgern die Matthias Bruderschaften aus der näheren und weiteren Umgebung zur Kapelle "Klein Jerusalem". Jetzt trafen sich dort rund 1200 Christen, darunter etwa 250 Kommunionkinder. Von Willi Schöfer

Bereits am frühen Morgen, etwa sechs Stunden vor dem großen Feldgottesdienst mit dem Benediktiner-Pater Hubert (Trier), bereitete sich die von Heinz Dieter Nilkes angeführte Neersener St. Matthias Bruderschaft auf den Ansturm vor. Der Außenaltar und die vielen Pavillons mussten aufgebaut, Getränke, Kuchen und Brötchen herbeigeschafft werden. "Wir haben allein 2200 halbe Brötchen und etwa 40 Kuchen", berichtete Nilkes und dankte gleichzeitig dem vielköpfigen Helferstab.

Der weiteste Marsch: 25 Kilometer

"Ich muss mich jetzt erst einmal hinsetzen und brauche was zu trinken", sagte Lea. Sie war geschafft. Die Neunjährige aus Korschenbroich-Pesch hatte mit ihren Freunden 13 Kilometer zurückgelegt. Den weitesten, etwa 25 Kilometer langen Fußmarsch hatte eine Abordnung aus Neuss-Uedesheim hinter sich. Stark vertreten war auch die Kleinenbroicher Bruderschaft, die auf ihrem Weg das Liederbuch immer griffbereit hatte; sie war mit 76 jungen und älteren Gläubigen nach Neersen gekommen. Gleich 120 Kommunionkinder kamen aus den Gebieten Kaarst, Büttgen und Holzbüttgen.

Auch aus Kempen, Glehn und Rommerskirchen waren Pilgergruppen dabei. Nur wenige Kilometer zu laufen hatte die 77-jährige Carla Mertens von der Clörather Mühle. Sie pilgerte zusammen mit Ehemann Leo etwa 20 Mal zur Kapelle; ihr Mann war im vergangenen Jahr gestorben. "Ich werde auch weiterhin in jedem Jahr dabei sein", versicherte sie.

Bei der Sternwallfahrt, die weiterhin jeweils am Samstag vor dem Palmsonntag stattfinden wird, wurde für den Frieden in den Familien, im Land und in aller Welt gebetet. Neben Pater Hubert von der Trierer Abtei hielten in der Grünanlage der Kapelle Pastor Peter Halperscheidt (Aachen) und Pastor Karl-Heinz Pütz (Büderich) den Gottesdienst. Danach ging es gestärkt im Glauben und mit der entsprechenden Wegzehrung zurück. Für so manch älteren Teilnehmer gehörte das "Pilgerwasser" dazu. Josef Molls, Dieter Steffen, Bernd Gassender und Peter Krienen gaben den Genever oder den klaren Weizenkorn aus.

Selbst in Bewegung setzt sich die Neesener Bruderschaft vom 11. bis 16. Mai. Dann machen sich 53 Fußpilger auf den langen Weg zum 190 Kilometer entfernten Apostelgrab des Heiligen Matthias nach Trier. In fünf Etappen wird die Strecke bewältigt. Leichter hat es dann die 25-köpfige Buspilger-Gruppe aus Neersen.

Quelle: RP
 
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