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Stadt Willich
Blockheizkraftwerk fürs Dreieck

Stadt Willich: Blockheizkraftwerk fürs Dreieck
Anfang nächsten Jahres geht es mit den Arbeiten im Neubaugebiet "Schiefbahner Dreieck" los. FOTO: Wolfgang Kaiser
Stadt Willich. Die Häuser im Neubaugebiet "Schiefbahner Dreieck" müssen an ein Blockheizkraftwerk der Stadtwerke Willich angeschlossen werden. Die SPD hatte nun zu einer Info-Veranstaltung eingeladen. Von Willi Schöfer

Es war eine kleine Runde, die sich in der Gaststätte "Em Tömp" traf. Die Schiefbahner von Ulrich Bünstorf angeführte SPD hatte zu einem Informationsabend einladen, zu dem auch der Geschäftsführer der Stadtwerke Willich, Albert Lopez, mit seinem für die Wärmeversorgung zuständigen Abteilungsleiter, Dimitrios Trentos, erschien. Aus gutem Grund: Es ging um ein Blockheizkraftwerk (BHKW), das bald die im "Schiefbahner Dreieck" entstehenden rund 70 Wohneinheiten mit Wärme und Strom versorgen soll. Aber nicht nur die.

Dabei war auch ein älteres Ehepaar, das schon lange in der siebten Etage eines großen Wohnblocks an der Albrecht-Dürer-Straße wohnt. Dort wird seit jeher größtenteils mit Öl geheizt. "Grundsätzlich ist es kein Problem, Ihre Wohnung auch an das kleine Kraftwerk anzuschließen", sagte Albert Lopez. "Das wäre gar nicht so schlecht, da der alte Brenner einen ziemlichen Krach macht", entgegnete die Ehefrau. Auch der Verwalter eines großen Blocks mit 42 Wohnungen zeigte Interesse.

Anfangs stellte Dimitrios solch ein kleines Kraftwerk vor, das es natürlich mit anderen Dimensionen für Ein- und Mehrfamilienhäusern, für Wohnblocks und ganze Stadtviertel gibt. Dabei geht es im Wesentlichen um eine Kraft-Wärme-Kopplung, das heißt, dass dabei Erdgas in einem Motor verbrannt wird, der mit einem kleinen Generator zur Stromerzeugung gekoppelt ist. Die Abwärme des Motors wird dann für die Heizung oder für die Warmwassererzeugung verwendet.

Die Stadtwerke Willich sind immer stärker daran interessiert, durch solche kleinen und erweiterungsfähigen Kraftwerke den CO2-Ausstoß zu minimieren. Albert Lopez nannte die im Willicher Norden entstehende Klimaschutzsiedlung, in der 24 (von insgesamt 51) Wohneinheiten in Ketten- und Reihenhäusern solch einen Anschluss an ein BHKW hätten. Im "Schiefbahner Dreieck" hatte der Rat verpflichtend den Anschluss an dieses BHKW vorgeschrieben. Um dann die 38 Einheiten in den Einfamilienhäusern und die 32 Wohneinheiten in den Mehrfamilienhäusern anschließen zu können, müssten 43 Hausanschlüsse und eine Nahwärmeleitung von etwa 800 Metern in das Gebiet gelegt werden.

Bernd-Dieter Röhrscheid, SPD-Fraktionsvorsitzender in Willich, nannte eine Zahl von 500 Interessierten, die sich bislang für dieses neue Baugebiet bei der Stadtverwaltung gemeldet hätten: "Darunter sind auch viele junge Leute, die ich früher mal im St.-Bernhard-Gymnasium unterrichtet habe und die mich gefragt haben, ob dort in den Garagen auch Anschlüsse für das Laden der E-Autos berücksichtigt werden." Lopez entgegnete, dass erst einmal der jeweils zuständige Elektro-Installateur dafür den richtigen Anschluss in den Garagen vorsehen müsse. Generell müsste dafür aber das Leistungsvolumen in dem neuen Wohngebiet ausreichend sein.

Hingewiesen wurde von Stadtwerke-Verantwortlichen noch darauf, dass wohl bald die Gemeinnützige Wohnungsgesellschaft (GWG) des Kreises Viersen mit der Errichtung des ersten Hauses am Ende des Rubensweges beginnen werde, in dem dann anerkannte Flüchtlinge untergebracht werden. Und im Zuge dieses Baus werde die GWG auch gleich das etwa 60 Quadratmeter große BHKW mit einer Kesselanlage errichten.

Anwohner, die an der Albrecht-Dürer-Straße und/oder an direkt angrenzenden Straßenzüge wohnen und Fragen zu einer etwaigen Umstellung ihrer Heizung von Öl auf Gas haben, können sich direkt an Dimitrios Trentos wenden, Tel. 02154 4703288 oder E-Mail an dimitrios.trentos@stadtwerke-willich.de.

Quelle: RP
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