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Stadt Willich
Bund der Vertriebenen lud zum Tag der Heimat

Stadt Willich. Wie alljährlich hatte der von Hartmut Perseke angeführte Kreisverband des Bundes der Vertriebenen (BdV) zu seinem "Tag der Heimat" eingeladen. Und wie ebenfalls seit vielen Jahren fand der Tag der Besinnung und Begegnung im evangelischen Gemeindezentrum in Anrath statt. Mit einer guten Resonanz: Es kamen etwa 90 Mitglieder und Gäste.

Die Veranstaltung stand diesmal unter dem Leitsatz "Identität schützen - Menschenrechte achten". Festredner war Rudi Pawelka, der im Mai zum Landesvorsitzenden des BdV gewählt worden war. Der Redner, 76 Jahre alt, in Breslau geboren und bis zu seinem Ruhestand viele Jahre lang Leitender Polizeidirektor, sagte: "Man kann die aktuellen Flüchtlingsströme nicht mit denen nach dem Zweiten Weltkrieg vergleichen, als die Menschen in Scharen aus den Ostgebieten kamen." Die Vertriebenen aus den Ostgebieten hätten im Gegensatz zu den heutigen Flüchtlingen, so Pawelka, in der Gesamtheit demselben Kulturkreis angehört, hatten dieselbe Sprache und den christlichen Glauben.

Der Kriegstoten, aber auch derjenigen, die als Bundeswehrsoldat bei den Auslandseinsätzen ums Leben gekommen waren, gedachte der stellvertretende BdV-Kreisvorsitzende Jürgen Zauner. Auf die aktuelle und umstrittene Flüchtlingspolitik ging kurz die stellvertretende Landrätin, Luise Fruhen (Tönisvorst), ein. Sie führte aus, dass die Politik mehr denn je gefragt sei, sich für den Frieden in den Herkunftsländern, für mehr soziale Gerechtigkeit und für ausreichende Lebensbedingungen einzusetzen, um den Flüchtlingsströmen begegnen zu können. Luise Fruhen: "Das kann Deutschland nicht alleine schaffen, Europa vielleicht."

(schö)
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