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Stadt Willich
Bunter Abend zum Thema "Ankommen"

Stadt Willich. "DuG" steht an der Robert-Schuman-Europaschule für das Unterrichts-Wahlpflichtfach "Darstellen und Gestalten", in dem die Klassen 6 bis 10 unterrichtet werden. Es vereint Theater, Kunst, Musik sowie Kreatives Schreiben. Eine Kostprobe der Unterrichtsinhalte gaben 150 Schüler nun am 9. DuG-Abend zum Motto "Ankommen."

Für die Sechstklässler ist es der erste Auftritt, da sie erst seit September in dem Fach unterrichtet werden. Sie zeigen Bewegungstheatersequenzen zum Thema "Aufgebrochen und Angekommen". Greta muss als eine der ersten auf die Bühne und verteilt dort mit einer zweiten Darstellerin große Buchstaben, die später von den Kindern aufgenommen und zu den Themen-Worten zusammengesetzt werden. Trotz der Aufregung hat ihr der Auftritt gut gefallen: "Theaterspielen ist besser als Vokabeln lernen", sagt die Zwölfjährige. Christian und Kasimir spielen mit ihren Mitschülern des 7. Jahrgangs gestrandete Seefahrer, die sich auf eine einsame Insel retten, auf der sie Eingeborene sowie andere Gestrandete treffen und in Gefahr geraten. Insgesamt 40 Kinder performen mit Percussions, tanzen, spielen Bewegungstheater und intonieren eine Geräuschcollage. "Wir sind nicht aufgeregt", erklärt Kasimir. "Wir konnten ja auch ungefähr ein halbes Jahr üben." Ein besonderes Highlight des DuG-Abends ist das Maskenspiel der Achtklässler. Die Masken wurden von den Schülern selber hergestellt: In diesem Jahr zeigen sie Monsterköpfe. Anschließend zeigt der 9. Jahrgang verschiedene Szenen, die das Thema des Abends auf unterschiedliche Art darstellen: "Ankommen bei anderen", "Ankommen bei meinem Berufswunsch" oder "Ankommen im Himmel". Kathrin (15) spielt den Fuchs aus dem Buch "Der kleine Prinz", aus dem der 10. Jahrgang der Schule einige Szenen zeigt. "Das Buch handelt davon, von zu Hause wegzugehen und Neues zu lernen, bevor man nach Hause zurückkehrt", sagt Kathrin. "Dies alles macht man, um zu sehen, dass es woanders auch schön ist, zu Hause aber am schönsten. Und ich glaube, dass es den Flüchtlingen ebenso ergeht. Sie kommen nur zu uns, weil es nicht anders geht und sie durch äußere Umstände dazu gezwungen werden."

(eva)
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