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Stadt Willich
CDA-Stammtisch: Kugelahorn beherrscht Diskussion

Stadt Willich. - Sonst lassen sich in der Regel die "Stammtischfreunde" bei der Christlich-Demokratischen Arbeitnehmerschaft (CDA) Willich an zwei Händen leicht abzählen. Dies war jetzt anders, als es um die Gestaltung des Marktplatzes ging: über 30 kamen in die Gaststätte "En de Hött". Darunter Kommunalpolitiker von CDU und SPD, Neugierige und über ein Dutzend Frauen und Männer, die nur eines im Sinn hatten: erneut ihren Protest gegen das beabsichtigte Fällen der 20 Kugelahornbäume auf diesem zentralen Platz kundzutun.

Da nützte es auch nichts, als eingangs der CDU-Obmann im Planungsausschuss, Sascha Fassbender, als auch wenig später Christian Flatters auf die Vielzahl der Beteiligungsmöglichkeiten hinweisen, die die Bürger vor Kurzem im Vorfeld des Gestaltungswettbewerbs gehabt hatten. Und ergänzten, dass viele Bürger in der "Talentschmiede" eine Neustrukturierung des Grüns auf diesem zentralen Platz gewünscht hätten.

Dies kommentierte nicht nur Conny Türk, die gemeinsam mit Christa Disselkamp die Initiative "Pro Kugelahorn" gegründet und einen Bürgerantrag gestellt hatte (die RP berichtete), so: "Die Frage wurde in dieser Talentschmiede nie gestellt, ob man für oder gegen die Abholzung der 20 Kugelahornbäume ist, dann wäre das Meinungsbild ein ganz anderes gewesen." Auch sie hatte erst aus der Presse davon erfahren.

Einige CDA-Verantwortliche mit ihrem Vorsitzenden Michael Schmitz (50) waren anfangs etwas nervös. Denn der Referent René Rheims vom Planungsbüro "Kraft.Raum" (Krefeld) war noch nicht da, er war noch auf der Autobahn. Man fing unter der Gesprächsleitung von Daniel Kamper schon mal an - und Michael Schmitz bat zu Beginn des CDA-Stammtisches: "Bleibt gelassen und sachlich, wir wollen nicht über die Abholzung, sondern über die zukünftigen Gestaltungsmöglichkeiten auf dem Platz reden."

Es kam anders. Auch als René Rheims, aus Heidelberg angereist, mit etwa halbstündiger Verspätung eintraf, ging es fast nur um die Bäume oder um die Kosten einer möglichen Umsetzung. Gleichwohl es auch einige Fürsprecher für die beabsichtigten Veränderungen gab, wie zum Beispiel Florian Rick.

René Rheims sagte noch, dass die Detailplanung noch ausstehe, dass auch Neuanpflanzungen erfolgen, er nannte rund zwölf neue Bäume. Vom Kugelahorn hielt er dort nicht viel: "Die sind was für Parkanlagen oder Friedhöfe; aber nichts für einen Marktplatz."

Übrigens trifft sich die Initiative "Pro Kugelahorn" morgen (23. Juni, 20 Uhr) in der Gaststätte "En de Hött", Christa Disselkamp: "Wir wollen ein mögliches Bürgerbegehren vorbereiten."

(schö.)
 
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