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Stadt Willich
CDU will schöneren Skate-Park

Stadt Willich: CDU will schöneren Skate-Park
Tim Rieve sitzt auf der maroden Funbox im Willicher Skate-Park. Hinter ihm die Halfpipe, die 2010 aus Fertigbeton-Elementen gebaut wurde. FOTO: Wolfgang Kaiser
Stadt Willich. Nachdem der 27-jährige Tim Rieve eine Petition für die Erneuerung der Skate-Anlage neben der Jakob-Frantzen-Halle gestartet hat, unterstützt nun auch die CDU das Anliegen. Die Stadtverwaltung soll jetzt prüfen, was möglich ist. Von Marc Schütz

Tim Rieve, Architekt aus Köln und in Willich aufgewachsen, ist froh: Mit seiner Onlinepetition "Neuer Skate-Park für Willich" hat er etwas ins Rollen gebracht. Die CDU stellte jetzt im Jugendhilfeausschuss den Antrag, die Stadtverwaltung prüfen zu lassen, ob und wie die sogenannte Rollsportanlage im Freizeitzentrum in Willich renoviert oder gar komplett erneuert werden kann. Der Ausschuss folgte dem CDU-Antrag einstimmig.

Der 72-jährige Dieter Lambertz (CDU) setzte sich nachdrücklich für den Antrag ein - ihm liege das Thema besonders am Herzen, weil er Anfang der 90er-Jahre mit seinem inzwischen verstorbenen Politikerkollegen Rolf Brandt (FDP) die Anlage des Skateparks initiiert habe. Brandts Sohn Thomas Brandt, der heute für die FDP im Stadtrat sitzt, fragte, wieso es überhaupt eines Antrags bedürfe, schließlich gebe es doch ein Budget für die Unterhaltung der städtischen Spielplätze, zu denen auch der Skateplatz gehört. Susanne Kamp, Leiterin des Geschäftsbereichs Jugend und Soziales bei der Stadt, erklärte: "Die Verkehrssicherheit der Spielplätze sicherzustellen, frisst unser Budget auf. Eine Attraktivitätssteigerung geht über die Unterhaltskosten weit hinaus."

In der Tat heißt es im CDU-Antrag: Ziel solle sein, "die Attraktivität der Anlage zu verbessern und eine Anlage zu erhalten, die ein möglichst breites Spektrum an Rollsportvarianten und individuellen Fähigkeitsniveaus Möglichkeiten zur Nutzung öffnet". Der CDU schweben zwei Varianten vor: die Renovierung des Parks samt Austausch bestehender Module und der Überarbeitung des Umfelds und des Untergrundes oder gar ein Neubau als integrierte Anlage aus Ortbeton. Letzteres wäre für den 27-jährigen Tim Rieve, der das ganze Thema überhaupt erst angestoßen hat, das Optimum. Allerdings ist diese Variante mit weit mehr als 100.000 Euro auch die teuerste. Deshalb hatte Rieve schon darauf aufmerksam gemacht, dass es für so etwas durchaus Sponsoren und Fördermittel gebe. Beispiele in Groningen und Chemnitz hätten bereits gezeigt, dass so etwas auch in recht kleinen Städten funktioniere. Er wolle gern dabei behilflich sein, Sponsoren zu suchen. Gespräche zwischen ihm und Vertretern der Stadt habe es bereits gegeben, sagt Rieve, der den bisherigen Platz, auf dem er in seiner Kindheit und Jugend unzählige Stunden verbracht hat, nicht schlechtreden möchte. Er wolle aber dabei helfen, dass das Geld jetzt sinnvoll investiert wird.

"Die bestehende Anlage ist aus separaten Elementen kombiniert und bietet anderen Rollsportvarianten, wie Longboard, Inline-Skates und Stunt-Rollern, wenig Möglichkeit, sich zu betätigen. Der Untergrund ist mittlerweile sehr uneben und müsste dringend überarbeitet werden", schreibt die CDU in ihrer Antrags-Begründung. Die Anlage sei wenig attraktiv für Anfänger und biete ihnen nur sehr begrenzt Möglichkeiten, die eigenen Fähigkeiten weiterzuentwickeln. "Die Elemente stehen weder konzeptionell noch von der Anlage miteinander in Beziehung, und ein Fluss der Bewegung von einem Element zum nächsten ist weder vorgesehen noch möglich."

443 Unterstützer hat Tim Rieve mit seiner Onlinepetition gefunden. Das sind zwar weniger als die 920, die notwendig gewesen wären, damit die gemeinnützige Organisation "openPetition" ihn bei seinem Ziel weiter unterstützt. Die hohe Zahl freut ihn trotzdem, zumal durch die Petition und die Berichterstattung darüber offensichtlich etwas bewegt wurde. Nun würde sich der 27-Jährige freuen, wenn er weiter mitreden und beratend zur Seite stehen dürfte.

Quelle: RP
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