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Stadt Willich
Dem König fehlten noch die Worte

Stadt Willich: Dem König fehlten noch die Worte
Zeitungslektüre im Zelt: Bei der Brotzeit wurden gestern zahlreiche Schützen geehrt. Die Frauen der ASV-Vorstandsmitglieder verkauften fleißig Tombola-Lose. FOTO: WOLFGANG KAISER
Stadt Willich. Trotz des Regens am Sonntag und Montag ließen sich die ASV-Schützen die Stimmung nicht verderben. Mit dem neuen König wurde gestern feste weiter gefeiert. Von Nadia Joppen

König Carsten I. Schmitz fehlten gestern Vormittag beim Frühschoppen noch etwas die Worte, um zu beschreiben, wie er die ersten knapp 24 Stunden seiner Zeit als neuer Schützenkönig des ASV Willich erlebt habe: "Es ist unbeschreiblich. Das sind Eindrücke, die man wohl im Leben nicht vergisst. Wenn man das als Willicher erlebt...", berichtete er mit nicht ganz fester Stimme - und Königin Renate III. fasste einfach nur in einem Wort zusammen: "Toll!" Insgesamt verlief auch die zweite Hälfte des 130. ASV-Schützenfestes fröhlich und unbeschwert - gegen Regentropfen half dann eben der Regenschirm.

Nach dem Vogelschuss am Sonntagmittag und der ersten Parade vor dem neuen Königshaus mit Carsten I. und Renate III. sowie den Ministerpaaren Frank Glasmacher mit Andrea Porten und Volker und Carla Wynands war beim Königsball das Festzelt gut gefüllt. Die Schützen begrüßten die neue Majestät mit viel Jubel. Das Königspaar verzichtet übrigens auf Geschenke und bittet stattdessen um Spenden für den "Förderverein zugunsten krebskranker Kinder Krefeld", der von dem Willicher Jens Schmitz (eine zufällige Namensgleichheit mit dem König) geleitet wird. Für gute Tanzmusik sorgte die Band "Heaven's Club" - und das Königshaus blieb bis halb vier am Montagmorgen im Zelt.

Heiterkeit herrschte dann auch bei der Brotzeit mit musikalischem Frühschoppen gestern Vormittag: Die Schützen mit Familie und ihre Gäste, darunter die Mitarbeiter der Volksbank Mönchengladbach und der Sparkasse Krefeld, kamen mit großen Frühstückskörben in das Schützenzelt und machten es sich gemütlich. Strahlende Gesichter gab es bei den Vogelträgern: Sie traten wieder zu Verhandlungen über die Übergabe der Holzvogelreste vom Sonntag mit dem König an - und zogen glücklich mit 200 Euro für die Zugkasse von dannen. Nicht so glücklich dürften dagegen zwei Schützen aus dem Zug "Querschläger" sein: Protokollchef Joachim Kothen gab bekannt, dass der Musikverein Osterath und der Zug "leve Jonges" je eine Uniformjacke eines "Querschlägers" gefunden hatten - die Rückgabe dürfte nicht ohne Zahlung einer flüssigen Belohnung erfolgt sein.

Der ASV-Vorstand zog außerdem eine erste finanzielle Bilanz des Festes - und die klingt vielversprechend: Die Eröffnungsveranstaltung am Freitagabend im Konrad-Adenauer-Park war sehr gut besucht, der Getränke-Umsatz brachte mit 54 Hektoliter Alt, Pils und alkoholfreien Getränken ein überdurchschnittliches Ergebnis.

Heute klingt das Willicher Schützenfest aus: Um 14.30 Uhr treffen sich Königshaus, Vorstand und Schützen zum Familientag auf der Kirmes.

Quelle: RP
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