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Stadt Willich
Den Verkehrsproblemen auf der Spur

Stadt Willich: Den Verkehrsproblemen auf der Spur
Auch die Stelle des geplanten Kreisverkehrs an der Augustinerinnenstraße schauten sich Politiker und Anwohner an. FOTO: CDU
Stadt Willich. Die Schiefbahner CDU hatte zu einer Radtour eingeladen. Themen waren auch Hochstraße und Dreieck. Von Marc Schütz

Ein Durchfahrtverbot für Lastwagen und Tempo 30 statt 50 - das würde sich mancher Schiefbahner für die Hochstraße wünschen. Das Problem: Bei der Durchgangsstraße handelt es sich um eine Landesstraße. Die Stadt Willich hat also kaum Einfluss. "Die Verwaltung hat uns wenig Hoffnung darauf gemacht, dass das Land die Hochstraße umwidmet", sagt Christian Pakusch, Bürgerrundenleiter der CDU in Schiefbahn und zugleich Vorsitzender des städtischen Planungsausschusses. Die CDU hatte zu einer Fahrradtour durch den Stadtteil eingeladen, um sich an Ort und Stelle einen Überblick über die zahlreichen Verkehrsprobleme zu verschaffen. Auch die technische Beigeordnete der Stadt, Martina Stall, und Verkehrsplaner Armin Prinzen waren dabei.

Das Ziel, die Hochstraße doch in städtische Verantwortung zu übernehmen, wolle die CDU weiterverfolgen, sagt Pakusch. Darüber solle es möglichst bald Gespräche mit dem Landesbetrieb Straßen geben - zu denen auch die anderen drei im Rat vertretenen Fraktionen eingeladen werden sollen. Denn nur gemeinschaftlich ließen sich dieses und die anderen Verkehrsprobleme in Schiefbahn lösen, ist Pakusch überzeugt. Denn selbstverständlich werde es hier und da Widerstände der Anwohner geben. "Aber wir müssen als Politiker das Wohl des gesamten Stadtteils, ja der gesamten Stadt im Blick haben. Infrastruktur ist Lebensqualität", erklärt Pakusch. Jedenfalls müsse nun, da das Baugebiet "Schiefbahner Dreieck" wohl realisiert wird, das Verkehrsproblem endlich angegangen werden.

Das "Schiefbahner Dreieck" war natürlich auch Thema bei der Radtour. An Ort und Stelle habe man den Anwohnern erklären können, dass der geplante kleine Kreisverkehr an der Ecke Augustinerinnenstraße/Willicher Straße nicht - wie viele fürchten - unmittelbar an die bestehenden Häuser angrenze. "Die Willicher Straße wird ein gutes Stück Richtung Baugebiet verlegt", sagt Pakusch. Die Anwohner hätten das überrascht und erleichtert zur Kenntnis genommen, sagt der CDU-Vertreter, dessen Fraktion neben der SPD allerdings auch vehement für das neue Baugebiet gekämpft hat, während Grüne und FDP dieses in dieser Form ablehnen.

Kopfzerbrechen bereitet auch die Frage, wie das neue Baugebiet an der Fontanestraße/Jakob-Germes-Straße, in dem unter anderem Wohnungen für Flüchtlinge entstehen sollen, erschlossen werden soll. Dies könne nicht ausschließlich über die Fontanestraße erfolgen, so Pakusch. Eine Alternative könnte die Erschließung von Norden her sein ("Eine Bebauung in diesem schönen Naherholungsgebiet wird es mit der CDU allerdings nicht geben"), wobei der Schiefbahner Norden ebenfalls ein Punkt auf der "Tagesordnung" der Tour war. Denn bereits jetzt nutzen viele Autofahrer die Straßen "Am Klapptor" und Diepenbroich illegal, um von Wekeln nach Schiefbahn oder umgekehrt zu kommen. "Damals wurde den Wekelnern zugesagt, dass das Stück nicht für den Verkehr aufgemacht wird. Aber vielleicht würde es den Wekelnern ja gefallen, wenn sie diese Verbindung auch offiziell nutzen könnten", so Pakusch. Auch hierüber müssten intensive Gespräche geführt werden - ergebnisoffen.

Die von den CDU-Mitgliedern André Loosen und Stephan Samse ausgearbeitete Route führte den Tross auch an diverse andere neuralgische Stellen in Schiefbahn: So gibt es an der Post an der Zehenthofstraße ein hohes Verkehrsaufkommen, dem man eventuell mit einer Einbahnstraßenregelung begegnen könnte. Die Ampelschaltung an der Ecke Hochstraße/Wilhelm-Busch-Straße treibt manchen Fußgänger in die Verzweiflung. "Die Grünphase ist einfach zu kurz", sagt Pakusch. Man wolle auch in dieser Sache auf den Landesbetrieb Straßen zugehen. Probleme bereiten auch die sehr dicht an den Häusern zwischen Wilhelm-Busch-Straße und Grüner Dyk stehenden Bäume, so Pakusch. Und dann ist da noch die Mühe der Autofahrer, die von der Hochstraße links in die Schwanenheide abbiegen wollen. Sie müssen wegen des Gegenverkehrs häufig lange warten, was einen Rückstau nach sich zieht. Vielleicht könnte hier eine kleine Linksabbiegerspur helfen, so Pakusch.

Quelle: RP
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