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Stadt Willich
Der Kunstrasenplatz ist hinüber

Stadt Willich: Der Kunstrasenplatz ist hinüber
Von einer geschlossenen Rasendecken ist an manchen Stellen nichts mehr zu sehen. Einige Spieler haben Angst, sich auf dem Spielfeld zu verletzen. FOTO: Wolfgang Kaiser
Stadt Willich. Die Fußballspieler des DJK/VfL Willich haben sich an den Sport- und Kulturausschuss der Stadt gewandt: Sie wollen, dass die Erneuerung des lädierten Kunstrasenplatzes von 2017 auf den nächsten Herbst vorgezogen wird. Die Kosten: 165 000 Euro. Von Willi Schöfer

Der Hilferuf der rund 600 Fußballer des DJK/VfL Willich ist raus: Gerade ist der Antrag an Verwaltung und Politik unterwegs, die Erneuerung des lädierten Kunstrasenplatzes am Sport- und Freizeitzentrum schon im Herbst vorzunehmen und mittelfristig, also in den nächsten vier bis fünf Jahren, aus dem über 30 Jahre alten Tennenplatz einen zweiten Kunstrasen zu machen. "Sonst hat der Fußball bei uns keine große Zukunft mehr", sind sich die Abteilungsleiter der Fußball-Senioren und Junioren, Dr. Reinhard Lethert und Detlev Franßen, einig.

In den vergangenen Wochen fanden auch mit infrage kommenden Firmen einige Ortstermine statt. Der Kunstrasen war in einem sehr schlechten Zustand, vor allem vor den Toren war von einer geschlossen Rasendecke nichts mehr zu sehen. "Der Platz ist hinüber, ist abgespielt und wir haben die Befürchtung, dass für unsere Spieler und für die Auswärtsmannschaften der Platz auch zu gefährlich geworden ist, was Verletzungen oder Hautabschürfungen angeht", sagt Reinhard Lethert. Immerhin trainieren und spielen auf allen drei Plätzen (Naturrasen, Kunstrasen und Tennenplatz) insgesamt 29 Teams.

"Eigentlich ist der komplette Austausch des Kunstrasens im Jahr 2017 vorgesehen und mit rund 165 000 Euro veranschlagt", sagt Olaf Starck, der bei der Stadtverwaltung für den Sport zuständig ist. Auch er ist der Ansicht, dass man mit der Instandsetzung des zwölf Jahre alten Platzes nicht mehr so lange warten kann: "Der Platz ist tatsächlich abgenutzt, hat kahle Stellen und sogar einige Löcher." Daher befürwortet er, dass der Rat die Mittel, auch für eine bessere Verfüllung mit einem Granulat früher bereitstellt. Alles andere sei, so Stark, nur Flickschusterei.

Teilweise kann der DJK/VfL Willich in bestimmten Jahrgangsgruppen keine neuen Jugendspieler mehr aufnehmen, da die Kapazitätsgrenze längst erreicht ist. Auch im vergangenen Jahr musste einer neuen, dann sechsten Seniorenmannschaft abgesagt werden. Lethert: "Das war sehr schade, zumal die neue Mannschaft nur aus Willicher Spielern bestand."

Auch der über 30 Jahre alte Tennenplatz im Sport- und Freizeitzentrum ist in die Jahre gekommen. Fehler seien, so die Verantwortlichen vom DJK/VfL, bereits vor Jahren durch eine Wartungsfirma gemacht worden, die dann auch in Insolvenz gegangen sei. Auch dieser Platz sei abgespielt, verfüge nur noch über eine völlig unzureichende Oberschicht. "Das sieht man daran, dass der Platz sofort gesperrt wird, wenn es regnet", sagt Lethert.

"Uns ist bewusst, dass ein zweiter Kunstrasen sehr teuer ist", sagt der DJK/VfL-Vorsitzende Helmut Frantzen. Daher beraten derzeit die beiden Vorstände der Junioren und Senioren darüber, mit welchen Eigenleistungen sich die Abteilungen einbringen könnten. Lethert: "Dies könnte für unsere Mitglieder eine Art zeitlich befristetes ,Kunstrasen-Opfer' sein, also eine spezielle Sonderabgabe oder eine Bausteine-Aktion." Auf jeden Fall sei man gesprächsbereit, auch was die Kosten einer eventuell vorfinanzierten Erneuerung des bestehenden Kunstrasenplatzes angeht.

Der Antrag des DJK/VfL, der rund 2500 Mitglieder hat, dürfte bald im Sport- und Kulturausschuss für genügend Gesprächsstoff sorgen; die nächste Sitzung dieses Ausschusses ist bereits am 29. April.

Quelle: RP
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