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Stadt Willich
Der Neersener Ernst Müller wird am Montag 90

Stadt Willich. In ganz bemerkenswerter geistiger und körperlicher Frische vollendet am kommenden Montag in Neersen an der Kickenstraße der gebürtige Schlesier Ernst Müller sein 90. Lebensjahr. In seiner Heimat wuchs er mit einem Bruder und einer Schwester auf, die jedoch bereits verstorben. Er besuchte ein Gymnasium in seiner Heimat, musste jedoch die schulische Ausbildung abbrechen, da er im Alter von 16 Jahren als Luftwaffenhelfer im Zweiten Weltkrieg eingesetzt wurde und auch im letzten Kriegsjahr 1945 noch Soldat wurde.

Er wurde verwundet, geriet in amerikanische Gefangenschaft, war in Rheinberg in einem Gefangenlager, von wo aus die Amerikaner ihn nach Frankreich brachten. Ende 1948 kehrte er nach Deutschland zurück. Da er nachweisen konnte, dass er bereits in seinem heimatlichen Gymnasium in die elfte Klasse versetzt war, konnte er auch sein Abitur nachholen und so an der Akademie in Lüdenscheid studieren und wurde 1953 in Neersen Volksschullehrer. Es folgte einige Jahre später seine Versetzung an eine Grundschule in Viersen, wo er Rektor wurde und bis zu seiner Pensionierung im Herbst 1988 blieb.

1958 heiratete er seine bereits verstorbene Ehefrau Brigitte. Aus der Ehe ging ein Sohn hervor. Die Familie wuchs um Schwiegertochter und drei Enkelkinder. Ernst Müller hat mit seiner Ehefrau auch ein junges Mädchen aus Indien adoptiert. Früher ist er gern gewandert und hat Reisen unternommen. Ebenso hat er stets gerne gelesen. Im Kreis der Familie wird der runde Geburtstag gefeiert.

(mab)
 
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