| 00.00 Uhr

Stadt Willich
Derzeit 250 Flüchtlinge im ehemaligen Katharinen-Hospital

Stadt Willich. Die Kapazität der Asylbewerber-Notunterkunft im ehemaligen Katharinen-Hospital in Willich wird voll ausgeschöpft. Rund 250 Flüchtlinge sind dort derzeit untergebracht. Grund dafür, dass bis an die Kapazitätsgrenze gegangen wird, ist die Tatsache, dass das Land Nordrhein-Westfalen immer mehr Flüchtlinge unterbringen muss. Momentan kommen Woche für Woche rund 5000 Flüchtlinge nach NRW, so Dr. Christian Chmel-Menges, Sprecher der Bezirksregierung Arnsberg, die in NRW für die Flüchtlinge zuständig ist. Von Marc Schütz

Das Land hat Ende vergangenen Jahres einen Teil des Katharinen-Hospitals beschlagnahmt, um dort Flüchtlinge unterzubringen. Nicht für diesen Zweck genutzt werden bisher allerdings der Container-Anbau des Gebäudes und das ehemalige Schwesternwohnheim. Auf die Frage, ob auch diese Gebäudeteile als Flüchtlingsunterkunft genutzt werden könnten, sagt Chmel-Menges: "Sie können davon ausgehen, dass angesichts der derzeit extrem hohen Zugangszahlen alle Optionen geprüft werden. Im Moment steht aber im Fokus, sehr kurzfristig neue Kapazitäten in Notunterkünften zu schaffen, um Obdachlosigkeit zu verhindern." Es sei allerdings nicht grundsätzlich auszuschließen, dass entsprechende Planungen auch für den Standort Willich aufgenommen werden könnten, so der Sprecher weiter. "Konkret ist dies aber derzeit noch nicht."

In NRW stehen neben den Erstaufnahmeeinrichtungen in Bielefeld und Dortmund sowie Unna-Massen, Burbach und Bad Berleburg 19 weitere Zentrale Unterbringungseinrichtungen sowie aktuell 37 Notunterkünfte wie in Willich zur Verfügung. Letztere seien wegen der exorbitant hohen Zugangszahlen unabdingbar. Insgesamt sind in den Landeseinrichtungen derzeit rund 17 000 Flüchtlinge untergebracht.

Quelle: RP
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

Stadt Willich: Derzeit 250 Flüchtlinge im ehemaligen Katharinen-Hospital


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.