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Stadt Willich
Die Feuerwehr ist dicht

Stadt Willich: Die Feuerwehr ist dicht
Michael Knauf und Liane Ramrath zeigen die Baufortschritte der Anrather Rettungswache. Inzwischen ist das Dach dicht, sodass die Handwerker im Inneren nun besser arbeiten können. FOTO: Wolfgang Kaiser
Stadt Willich. Mit großen Schritten gehen die Arbeiten am Um- und Neubau der Feuer- und Rettungswache Anrath voran. Die Ausbaugewerke haben angefangen. Von Bianca Treffer

"Wir sind froh, dass es nicht mehr reinregnen kann", sagt Liane Ramrath mit Blick auf die Dachkonstruktion, die sich über der neuen Einsatzhalle und den sich anschließenden Gebäudekomplex der neuen Feuer- und Rettungswache Anrath zieht. Das Dach kam mit etwas Verzug, denn der Regen im Januar verzögerte die Arbeiten in luftiger Höhe. Es regnete kräftig in den Neubau hinein, und als dann der Frost einsetzte, entstand eine Eisfläche. "Wir hätten hier drin Schlittschuh laufen können", erinnert sich die Feuerwehrfrau, die gleichzeitig städtische Mitarbeiterin ist und die Bauleitung innehat.

Als es taute, folgte eine Tropfsteinhöhle, bei der unter anderem der Installateur im Wasser stand und arbeitete. "Wir können unseren Dachdecker aber nur loben. Er hat in jeder trockenen Minute am Dach gearbeitet, damit es weitergehen konnte", sagt Ramrath. Am Dach fehlen jetzt nur noch die Lichtkuppeln über der Herrenumkleide für die Feuerwehrmänner. Sie werden in Kürze das bestehende Provisorium ersetzen. Alles andere ist fertig.

Dank Dach laufen die Arbeiten im Inneren jetzt auf Hochtouren. Im rötlichen Pyroton-Mauerwerk ziehen sich Dutzende von Schlitzen durch die Wände, in denen die Verkabelung bereits liegt. "Die gelben Strippen sind für die EDV, die weißen sind die Elektroleitungen", informiert Michael Knauf. Dabei muss der stellvertretende Löschzugführer und stellvertretende Leiter der Feuerwehr Willich ein wenig schmunzeln. Vor dem Schlitzen des Mauerwerks hatte einer der Handwerker vergessen, den Zugang zur Feuerwehrhalle abzukleben. Das Ergebnis waren Spinde voller feinem rotem Staub.

Schließlich ist nicht zu vergessen, dass im laufenden Betrieb umgebaut wird. Was allerdings alles sehr gut funktioniere, wie Knauf betont. Der Löschzug Anrath ist uneingeschränkt einsetzbar, was an der guten Koordination und den genauen Absprachen mit den verschiedenen Gewerken liegt. Die Wasser- und Heizungsrohre ziehen sich ebenfalls bereits durch die einzelnen Räume, und auf der Bodenplatte sind Bitumenbahnen aufgeschweißt. "Die Installationen sind fast abgeschlossen. Die Rohrleitungen müssen nur noch gedämmt werden", berichtet Ramrath.

Über der Bodenablaufrinne in der Fahrzeughalle liegen noch Holzplanken, wo in naher Zukunft Gitterroste zu finden sein werden. In der ersten Aprilwoche sollen die Putzer anrücken, danach folgt der Estrich. "Am 14. April haben wir einen Termin im Küchenstudio, bei dem wir die Küche für die Feuer- und Rettungswache aussuchen", sagt Knauf. Die Küche hat dabei eine eigene Terrassentür in Richtung Schottelstraße, damit bei Schulungen ein Caterer die Küche direkt anfahren kann. Über Terrassentüren, allerdings in Richtung Fadheider Straße, verfügt der Schulungsraum ebenfalls. Wo jetzt noch der Blick auf Gerüste, Baumüll und den Bauzaun fällt, soll eine Grünfläche entstehen, die von den Wehrleuten und Rettungssanitätern genutzt werden kann.

Bautechnisch spannend wird es nochmals, wenn die Einsatzfahrzeuge der Feuerwehr in die neue Halle umziehen und die Umbaumaßnahmen am alten Stellplatz für die Rettungswache losgehen. Der Boden muss nämlich aufgefräst werden, da eine Fußbodenheizung, wie sie im übrigen Gebäudekörper auch existiert, eingebaut wird. "Das ist etwas, das nachträglich nicht so oft gemacht wird", sagt Ramrath.

Froh sind Ramrath und Knauf, dass man gut im Zeitplan liegt und die Fertigstellung auf September terminiert ist. Seinen ersten Einsatz hatte der Neubau ebenfalls schon: Die beiden Löschzüge Anrath und Neersen absolvierten eine Übung, bei der der Gebäudekomplex vernebelt wurde.

Quelle: RP
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