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Stadt Willich
Die Stadt Willich muss weiter strikt sparen

Stadt Willich. Der Willicher Rat hat den ersten Schritt zur Entwicklung des Haushaltsentwurfes für das Jahr 2017 genehmigt: Die Politiker nahmen die von der Verwaltung vorgelegten "Eckwerte 2017 bis 2020" zur Kenntnis.

Kämmerer Willy Kerbusch erläuterte, dass dieses Finanzkonzept die Basis für die weiteren Haushaltsberatungen sei. Die Verwaltung habe bereits alle Beschlüsse eingearbeitet, die die Politiker bisher im Laufe des Jahres zu Projekten für 2017 gefasst haben. Er wies aber auch darauf hin, dass die Stadt Willich weiter strikt sparen muss, um einen ausgeglichenen Haushalt zu erhalten. "Es gibt keine zusätzliche Verteilungsmasse", so der Kämmerer.

Einen Grund dafür hatte er auch schon zu Beginn der Ratssitzung am Donnerstagabend mitgeteilt: Er hat Sorgen bezüglich des Jahresabschlusses 2015 - der sei problematischer als erwartet. Ein Grund ist, dass die Stadt 3 Millionen Euro an Gewerbesteuer zurückerstatten muss, weil einige internationale Unternehmen nach europäischem Steuerrecht veranschlagt werden. Außerdem musste die Stadt im Jahr 2015 mehr Geld als kalkuliert in die Pensions-Rückstellungen für die eigenen Mitarbeiter einstellen, und der Tarif-Abschluss im Bereich der sozialen und erzieherischen Dienste ist höher ausgefallen, sodass die Stadt den Mitarbeitern in diesem Arbeitsfeld mehr Geld als kalkuliert zahlen musste. Daher befürchtet der Kämmerer, dass der Haushalt 2015 mit einem Minus abschließt.

Beruhigender ist dagegen die Betrachtung des Haushaltes 2016: "Er verläuft planmäßig, es ist eine ordentliche Tendenz", sagte Kerbusch.

Weil aber der Haushalt 2015 voraussichtlich nicht ausgeglichen werden kann, muss die Stadt dem Kreis für 2017 einen Haushalt vorlegen, der genehmigungsfähig ist.

Der momentane Stand der Finanzplanung: Im Bereich der "laufenden Verwaltungstätigkeit" erwartet die Stadt Einnahmen von rund 130 Millionen Euro und Ausgaben von rund 124 Millionen Euro. Im Investitionsbereich werden Einnahmen von 9 Millionen Euro und Ausgaben von 14 Millionen Euro kalkuliert.

In den nächsten Monaten erstellt die Verwaltung auf Basis des Eckwertes einen Entwurf für einen Haushaltsplan, den die Fraktionen diskutieren. Ziel ist es immer, den Haushalt in der Ratssitzung im Dezember zu verabschieden, um Planungssicherheit für 2017 zu haben. Die Stadt Willich muss den Haushalt dann auch noch dem Kreis Viersen zur Genehmigung vorlegen.

(djm)
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