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Stadt Kempen
Die Urkunde ist zurück in Kempen

Stadt Kempen. Freitag, 13. April 1984 - für Kempen war's ein Glückstag. Strahlend präsentiert Stadtdirektor Klaus Hülshoff (rechts) die 1294 ausgestellte Stadtrechte-Urkunde; links von ihm: Stadtarchivar Jakob Hermes. Nach abenteuerlicher Odyssee ist das wertvolle Dokument gerade nach Kempen zurückgekehrt. Im März 1945 war es im Zuge der Besetzung der Stadt von Sprengstoff-Spezialisten einer amerikanischen Nachschubeinheit aus dem Panzerschrank geraubt worden, den die Stadtkasse zur Sicherung wertvoller Dokumente bereits im Jahr zuvor im Keller der Katholischen Knabenschule aufgestellt hatte.

Im März 1984 teilte dann völlig überraschend ein Fotogeschäftsbetreiber aus dem US-Staat Michigan der Stadt mit, ihm sei die Urkunde als Tauschobjekt für eine Kamera angeboten worden. Worauf Museumsleiter Carsten Sternberg in einer Blitzaktion über den Atlantik jettete und das historische Zeugnis mit einem Aufwand von 13.000 Mark von einem ehemaligen US-Soldaten zurück erwarb. Davon übernahm die Sparkasse Krefeld die Kaufsumme; ein Kempener Unternehmer trug Sternbergs Reise- und Hotelkosten.

(hk)
 
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