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Stadt Kempen
Die Zahl der Arbeitslosen ist im Juni erneut gesunken

Stadt Kempen. grefrath Die Zahl der Arbeitslosen im Kreis Viersen ist im Juni um 35 auf 10 969 gesunken, die Quote liegt unverändert bei 7,6 Prozent. Ingo Zielonkowsky, Leiter der Agentur für Arbeit Krefeld-Kreis Viersen, sagte gestern bei der Vorlage der aktuellen Statistik: "Was mich besonders positiv stimmt, ist die enorme Kräftenachfrage der Wirtschaft in der Region." Mit im Kreis 553 neu gemeldeten Stellen sei die Nachfrage so hoch wie lange nicht mehr in einem Juni. Von Heiner Deckers

Momentan stehen für den Kreis 1682 Arbeitsstellen zur Verfügung. "Das hohe Niveau der neu gemeldeten Stellen und im Stellenbestand ist gerade auch vor den Sommerferien ein gutes Signal an die Region", sagt Zielonkowsky. Es stimme ihn optimistisch, dass der Arbeitsmarkt in der Region auch in den kommenden Monaten stabil bleibt. Ein Trend sei ungebrochen: "Gesucht werden vor allem Fachkräfte."

Auf dem Ausbildungsmarkt gehe es in die richtige Richtung, betonte Ingo Zielonkowsky, wenn auch noch einiges zu tun sei. Trotz einer Verbesserung der Relation von Bewerbern und angebotenen Stellen auf 0,63 (das heißt, für hundert Bewerber stehen 63 Stellen zur Verfügung) gegenüber dem Vorjahr (0,56) zeigt sich weiterhin das Ungleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage.

Im Juni waren der Agentur 3899 Bewerber gemeldet, 262 weniger als im Vorjahresmonat, was unter anderem durch den demografischen Wandel und den damit verbundenen sinkenden Schülerzahlen begründet ist. Dem gegenüber steht ein Angebot von 2442 Ausbildungsplätzen, das sind knapp hundert mehr als vor Jahresfrist. Aber Fakt ist und bleibt: Noch immer steht auch rechnerisch nicht für jeden Bewerber eine Lehrstelle zur Verfügung.

Der regionale Arbeitsagenturchef Zielonkowsky wünscht sich von den Bewerbern, dass sie sich in ihrer Berufswahl flexibel zeigen und sich nicht auf einen ganz bestimmten Beruf fixieren. Die Region biete eine Auswahl von rund 200 verschiedenen Ausbildungsberufen. Zielonkowsky: "Da heißt es, die Alternativen zu checken."

An die Arbeitgeber geht die Bitte, jungen Menschen auszubilden: "Mit der Schaffung von Ausbildungsplätzen können Betrieb dem Möglichen Engpass an Facharbeitern entgegenwirken", sagt Zielonkowsky.

Quelle: RP
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