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Stadt Willich
Ehrenamtler kommen an ihre Grenzen

Stadt Willich: Ehrenamtler kommen an ihre Grenzen
Im April 2015 lud der AK Fremde in sein neues Zentrum im alten Verwaltungsgebäude des Krankenhauses ein. Unser Archivbild zeigt Jutta von Amern (vorne rechts) mit Michael Bangura, Britta Frie, hinten Hausmeister Nabil Daadouai. FOTO: WK
Stadt Willich. Jutta van Amern, Vorsitzende des Arbeitskreises Fremde in Willich, hat einen Hilferuf an Stadt und Politik gesandt. In der Sitzung des Sozialausschusses war der Antrag des AKF für eine hauptamtliche Kraft zur Koordinierung jetzt Thema. Von Willi Schöfer

Im Februar hatte es den "Hilferuf" der Vorsitzenden des "Arbeitskreises Fremde" (AKF), Jutta van Amern, gegeben: um die ständige zunehmende ehrenamtliche Arbeit in dem Umfang weiter leisten zu können, um vor allem im Bereich der Sprachförderung die bisherigen Angebote effektiver abstimmen und neue installieren zu können, brauche man dringend einen hauptamtlichen AKF-Koordinator oder eine Koordinatorin, auch bei der Vernetzung und bei der Anleitung der Ehrenamtler. Darüber wird jetzt der Sozialausschuss am 27. April entscheiden.

Der AKF-Antrag lag jetzt bereits in der Sitzung des Sozialausschusses am Mittwoch vor. In der Begründung teilte Jutta van Amern unter anderem mit: "Schon jetzt übersteigt die Organisation der Angebote die Kapazität unseres ehrenamtlichen Vorstandes. (...) Wir brauchen auch vor dem Hintergrund weiterer Asylsuchender eine hauptamtliche Unterstützung, so unter anderem bei der Vernetzung der ehrenamtlich Tätigen, bei der Organisation, mit einer täglichen Präsenz und Erreichbarkeit in den AKF-Räumlichkeiten." Die neu eingerichtete Freiwilligen-Stelle des "BuFDi" könne dann die hauptamtliche Koordination sinnvoll unterstützen, hieß es weiter.

Auch der Verwaltungsvorstand hatte sich bereits mit diesem Antrag am 29. Februar befasst und entschieden, dass hilfsweise zwar die Finanzierung einer 450-Euro-Kraft denkbar sei, dass aber eine weitere Koordination des Ehrenamtes mit einer zweiten hauptamtlichen Kraft nicht finanzierbar sei. Am 1. Februar hatte Regine Hofmeister bei der Stadt ihre neue Stelle als Koordinatorin dieser ehrenamtlichen Hilfe angetreten. Dazu erwidert Jutta van Amern: "Dadurch erfolgt bei unserer täglichen Arbeit aber keine entscheidende Entlastung." Jedoch könnten dann entstehende Synergie-Effekte der beiden Arbeitsbereiche genutzt werden. Optimal wäre eine volle Kraft, so van Amern weiter. "Wir wollen helfen, aber machen jetzt keinen Schnellschuss", meinte Dieter Lambertz (CDU) im Sozialausschuss. Der Unionspolitiker führte weiter aus, dass man die neue Koordinierungs-Stelle erst gerade installiert habe und dass sich Regine Hofmeister erst einmal einen Überblick verschaffen müsse. In welcher Form dann dem AKF geholfen werden könnte, ließ Lambertz aber offen. Unterstützung signalisierten ferner Sarah Bünstorf (SPD), Elisabeth Icks (FDP) und Merlin Praetor (Grüne). Sarah Bünstorf: "Dies müsste mehr als eine 450-Euro-Kraft sein, aber keine volle Stelle." Regine Hofmeister wird am 27. April im Ausschuss berichten. Dann soll über den AKF-Antrag entschieden werden.

Quelle: RP
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