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Stadt Willich
Ehrenplakette für Dr. Paul Schrömbges

Stadt Willich. Der Geehrte fand in seiner Dankesrede - wie auch schon in zahlreichen früheren Ausschuss- und Ratssitzungen in Willich - klare Worte: Zum Beginn der Ratssitzung am Donnerstagabend hatte der langjährige stellvertretende CDU-Fraktionsvorsitzende Dr. Paul Schrömbges die Ehrenplakette der Stadt Willich als Anerkennung für 20 Jahre Tätigkeit im Rat und in der Kommunalpolitik (1994 bis 2014) erhalten. "Es ehrt mich, und ich freue mich darüber", so Schrömbges - und griff dann eigene Lebenserfahrungen mit Willich als Zugezogener auf: "Diese Stadt heißt den Ankommenden willkommen" - und er appellierte an die Ratsmitglieder, dies in der jetzigen Situation der "Völkerwanderung und intellektuellen Migration" zu bewahren: "Nehmen Sie sie auf!"

Als Politiker sei es wichtig, den Leuten "Kanten anzubieten" und Unterschiede aufzuzeigen, eine "Einheitssoße dient nicht der Demokratie", so Schrömbges. Er als Bürger wolle seinerseits den jetzigen Ratsmitgliedern danken, "dass Sie sich für das Gemeinwohl einsetzen" und rief auch zu Mut bei den Entscheidungen auf, wenn sie Kritik hervorriefen: "Nicht jeder, der laut schreit, ist das Volk!"

Bürgermeister Josef Heyes hatte Schrömbges die silberne Ehrenplakette und die Urkunde überreicht. Diese ist Bestandteil der Ehrenordnung der Stadt Willich. Heyes lobte Schrömbges als vielseitig engagierten Menschen: im Sport (Fußball in seiner Geburtsstadt Kaldenkirchen), in der Pfarre St. Katharina oder als promoviertem Historiker mit 55 Publikationen zu unterschiedlichen Themen. In der Kommunalpolitik habe er sich unter anderem als Vorsitzender des Aufsichtsrates der Grundstücksgesellschaft in schwierigen Zeiten verdient gemacht. Die Ehrenplakette sei eine "Ehrung für die bisherige Lebensleistung", so Heyes - und "ohne deinen spitzen und streitbaren Geist wäre die Stadt Willich ärmer".

Die Ehrung wurde von Politikern aller Fraktionen mit lang anhaltendem Applaus begleitet - dann kamen alle Fraktionsvorsitzenden als Laudatoren an das Rednerpult. Bernd-Dieter Röhrscheid (SPD) lobte, dass Schrömbges viele Diskussionen wieder auf eine sachliche Gesprächsführung zurückgebracht habe. Johannes Bäumges (CDU) bescheinigte ihm als Stil "Florett, nicht Pauke" und sagte, Schrömbges habe der Willicher Kommunalpolitik seinen Stempel aufgedrückt. Hans-Joachim Donath (FDP) lobte, dass Schrömbges auch in Zeiten einer absoluten CDU-Mehrheit immer mit den anderen Fraktionen gesprochen und diskutiert habe. Dr. Raimund Berg (Grüne) als letzter Redner schloss sich in seinem Dank kurz und freundlich den Vorrednern an.

(djm)
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