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Stadt Willich
Ein Blumenstrauß voller guter Wünsche

Stadt Willich. Der letzte Schultag ist für Angela Bönn-Griebler angebrochen. "Eigentlich habe ich mein ganzes Leben in der Schule verbracht", meint die 65-jährige Konrektorin der Schiefbahner Hubertusschule. In Krefeld ging es am 1. April 1956 mit der Grundschule los, der das Gymnasium folgte. Nach drei Jahren des Studiums an der Pädagogischen Hochschule Neuss stand die gebürtige Krefelderin schon mit 21 Jahren vor ihren ersten Schülern. Damals allerdings an der Hauptschule in Mönchengladbach-Hardt. Nach dem Referendariat ging es an die Grundschule in Bettrath, wo Bönn-Griebler über 20 Jahre blieb, darunter auch in Leitungsfunktion. Das integrative Konzept der Hubertusschule lockte sie dann 2003 nach Schiefbahn. "Ein Schritt, denn ich nie bereut habe. Die Atmosphäre an unserer Schule ist schon etwas Besonderes. Man spürt die Wertschätzung aller, man nimmt Rücksicht aufeinander und geht herzlich miteinander um", sagt die Neersenerin.

Und genau diese Atmosphäre spiegelte sich gestern in der Abschiedsfeier für die Konrektorin wider. Die fing eigentlich schon vor der Feier an, denn Bönn-Griebler wurde an ihrem Ehrentag mit einem Oldtimer abgeholt und mit Extrarunde um die Schiefbahner Kirche zur Schule gefahren. Alle 137 Schüler standen mit einer Rose in der Hand Spalier, bevor es in die Kulturhalle ging, in der schon ein Thron auf den Ehrengast wartete. Alle Klassen trugen zur Gestaltung bei. Die ersten Klassen überraschen mit einem Tanz, die zweiten Klassen hatten ein Abschieds-Abc vorbereitet, und die vierten Klassen waren ebenfalls unter die Tänzer gegangen und traten als "Matze, die Katze" auf. Tränchen der Rührung gab es bei der Überreichung der guten Wünsche der Klasse 3a. Sie hatten bunte Blumen und Kleeblätter gebastelt, die Wunsch für Wunsch zwischen dem Geschenk in Form eines Kräuterblumenkastens gesetzt wurden.

Die Kollegen erinnerten mit Anekdötchen an die vergangenen zwölf Jahre. Die Vorliebe von Bönn-Griebler, Akten zu stapeln kam genauso zur Sprache wie ihre Antipartie gegen "neumodischen Krimskrams", wie Nadine Bröckels in ihrer Rede verriet. "Wir haben uns hier wie in einer großen Familie gefühlt, mit dir als Mutti. Du bist die Seele der Hubertusschule", beschrieb es Bröckels. Im gleichen Atemzug versprach sie, genau diese Atmosphäre gemeinsam mit Melanie Brocker weiter zu pflegen. Die beiden Lehrerinnen bilden nämlich das neue Leitungsteam der Grundschule.

(tre)
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