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Stadt Willich
Ein buntes Fest für die "Anrather Mädels"

Stadt Willich: Ein buntes Fest für die "Anrather Mädels"
Zahlreiche Schützen wurden gestern geehrt beziehungsweise befördert (Namen im Text). FOTO: wolfgang kaiser
Stadt Willich. Mit Schützenkönigin Natascha Oerschkes an der Spitze präsentiert sich die Anrather Sebastianus-Bruderschaft in prächtiger Feierlaune. Er gab viele Ehrungen und Beförderungen. Von Willi Schöfer

"Ich bin stolz, der Präses dieser Bruderschaft zu sein und ich in meiner Amtszeit die erste Schützenkönigin erleben zu dürfen", sagte bei der Festmesse am Ende seiner Predigt Pfarrer Markus Poltermann. Dafür gab es langen Applaus. Gemeint war die 26-jährige Königin Natascha Oerschkes, die derzeit mit ihren Freundinnen Yvonne Otto (26), Nadine Limbach (24) und Sabrina Wallraf (26) das Anrather Schützenfest anführt. Poltermann lobte die von Christian Lüpertz angeführt Sebastianus-Bruderschaft: "Dass Sie das erlaubt haben, ist ein Zeichen, dass die Bruderschaft auf der Höhe der Zeit ist."

Der katholische Geistliche feierte oft mit, war auch im Festzelt mittendrin, als es am Samstagabend zu den Königinnen-Tänzen kam. So ganz ohne Männer ging es dann aber doch nicht: Die "Anrather Mädels" und die weiblichen Musketiere standen Spalier, als Natascha mit ihrem Freund Sebastian Gerhards (26) zur Tanzfläche ging. Es wurde Disko-Fox getanzt, unter anderem zum Song "Wenn die Wunderkerzen brennen". Und auch die Ministerfrauen und die königliche Offizierin Sabrina Wallraf hatten ihre Partner im Schlepp. Nachdem die ersten beiden Zeltveranstaltungen, vor allem am Freitag das "Take Off" mit DJ Sascha, sehr gut besucht waren, gasb es gestern Nachmittag draußen einen weiteren Höhepunkt: Mit den anderen Abordnungen dürften es etwa 400 Schützen und hundert Musiker gewesen sein, die beim Festumzug über die Straßen zogen.

Mit zackigem Schritt waren die Sebastianer im Ort unterwegs. Das Schützenfest trifft auf große Resonanz in der Bevölkerung. FOTO: wolfgang kaiser

Einer der Hingucker dabei war eine neue Formation mit einem langen Namen, das "1. Westfälische Feldartillerie-Regiment Nr. 7". In Pickel- und Sturmhauben ließ sich die sechsköpfige Gruppe um ihren Kommandanten Roland Bellé in historischen Kostümen von Pferden ziehen, saß auf einer Kanone oder im Materialwagen, "Protze" genannt. Erstmals dabei waren ferner als "Royal Guard Anrath" Olaf Meiendresch, Robin Siebert und Ralf Schmitz.

Nach dem Regen und dem Ausfall der größten Parade im vergangenen Jahr zeigte sich das Regiment zur Festparade mit Großem Zapfenstreich erstmals komplett im neugestalteten Ortskern. Vor der Tribüne war es am Samstagabend nach der Messe und unmittelbar vor der ersten Parade zu einem kleinen Zwischenfall gekommen. Der Fahrer eines Linienbusses machte gerade seine 15-minütige Pause. Der Bus stand leer vor der Tribüne. Minuten später kehrte der Fahrer aus einer Spielhalle zurück, es konnte weitergehen.

Stolz auf seine Königs-Tochter beziehungsweise auf die Enkelin Natascha waren ihr Vater, Ehren-Präsident Alexander Oerschkes, und ihr Großvater, Werner Oersches. Der 77-Jährige hat so somit bislang drei königliche Nachkommen: Erst waren seine Söhne Alexander und Ralf Schützenkönige gewesen, jetzt Natascha.

Bemerkenswert ist, dass der Eintritt ins Festzelt, in dem bisher "Herzschlag" und "Klangstadt" spielten, wieder einmal kostenfrei war. Dort standen auch einige Schützen besonders im Mittelpunkt. So freute sich gestern Norbert Tenelsen ("Anroder Offiziere") über das Silberne Verdienstkreuz und Schießleiterin Ute Lingen über das Ehrenkreuz des Sports in Bronze. Ferner wurden für 25-jährige Bruderschaftstreue Jürgen Lingen ("Anrötsche Jonges") und Hennes Alsdorf von der Doktorei ausgezeichnet. Beförderungen standen außerdem an. Die neuen Stabsrittmeister sind Matthias Geißels und Stefan Berger. Zu Hauptmännern wurden Alois Kiwall und Dieter Becker. Oberleutnant: Martin Lüngers, Angelos Gkanas, Marco Gotzes, Marlene Kiwitz und Ralf Kater. Leutnant: Jessica Seffern und Sabrina Kloss. Schön anzusehen mit den vielen schwarz-gelb-weißen Rosen war noch die Königsburg, das "Hotel zur Post". Und es gab weitere glückliche Menschen, nämlich diejenigen, die bei den Verlosungen unter anderem Fahrrad, Großbildschirm oder Fotokamera gewannen.

Quelle: RP
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