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Stadt Willich
Ein Händchen für lauter süße Verführungen

Stadt Willich. - "Ehret das Handwerk" dies gab Innungs-Obermeister Manfred Groth den ehemaligen Auszubildenden mit auf den Weg. Dies hatte die jungen Leute auch schon unter Beweis gestellt. 15 Konditoren, Männer wie Frauen, waren gerade in den Stand des Gesellen erhoben worden. In der Anrather Haus-Brauerei Schmitz-Mönk wurde von der Handwerkerschaft und der Innung die traditionelle Lossprechung von der "Knechtschaft" der Lehrjahre gefeiert.

Manfred Groth, heute 74 Jahre alt und lange in Mönchengladbach selbstständig, hatte selbst 1958 beziehungsweise 1960 seinen Meister als Bäcker und Konditor gemacht. "Damals in den 1960-er Jahren gab es in Gladbach noch etwa 200 Bäckereien und 50 Konditoreien, heute sind es 30 und zehn Konditoreien", machte der Obermeister die Veränderungen deutlich.

Jedenfalls hat jetzt auch der Neersener Dominik Wallhorn erst einmal zwei Gesellenbriefe in der Tasche "Bei uns wurde und wird immer gut gekocht, gebacken und gegessen", sagen und schmunzeln die Eltern, Heidi und Bernward. Ihr 22-jähriger Sohn Dominik hatte nach seinem Realschul-Abschluss im Ramshof in Anrath erst einmal das Koch-Handwerk erlernt und anschließend mit verkürzter Lehrzeit die zweite Ausbildung zum Konditor gemacht. "Ob ich später mal den Meister mache, weiß ich jetzt noch nicht", sagte der Geselle, der gerade seinen Arbeitsvertrag in seiner Ausbildungsfirma, dem bekannten Café Heinemann, unterschrieben hat. Dominik arbeitet seit wenigen Tagen in der Gladbacher Zentrale in der Pralinen-Abteilung.

Auch drei neue Konditoren-Fachverkäuferinnen holen sich von Manfred Groth und vom Geschäftsführer der Handwerkerschaft Niederrhein, Marc Peters, die Abschlusszeugnisse ab. Vertreter der Ausbildungsfirmen, die Eltern und teilweise die Großeltern waren neben einigen Pädagogen der Berufsschule Glockenspitz (Krefeld) zur Feierstunde gekommen.

Die neuen Gesellen und Fachverkäuferinnen kamen aus Duisburg, Kamp-Lintfort, Moers, Kerken, Krefeld oder Nettetal. Viel Glück wünschte Geschäftsführer Marc Peters den jungen Leuten. Er war sich sicher, dass dieser Beruf nicht aus der Mode kommen werde, denn: "Schließlich sind wir alle kleine Leckermäulchen..."

(schö.)
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