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Serie Menschen In Grefrath
Ein Leben für die Feuerwehr

Willich. Gemeindebrandmeister Hans-Konrad Funken ist seit 35 Jahren aktives Mitglied. Von Manfred Baum

Grefrath Hans-Konrad Funken (52) ist seit fünf Jahren ehrenamtlicher Gemeindebrandmeister in der Niersgemeinde. Er ist einer von drei Gemeindebrandmeistern im Kreis Viersen, die noch ehrenamtlich im Einsatz sind. Kürzlich wurde er mit dem Feuerwehrehrenzeichen in Gold für 35-jährige aktive Tätigkeit ausgezeichnet. Man kann mit Fug und Recht behaupten, dass der gebürtige Grefrather ein Leben für die Feuerwehr führt. Und er bekennt: "Ohne die vorbildliche Unterstützung meiner Familie, meiner Ehefrau wäre das nie möglich gewesen." Er ergänzt: "Das trifft auch für meine Feuerwehrkameraden zu." Stolz ist der "Schlibecker Landwirt", dass die Wehr so gut ausgerüstet ist. Und weiter: "In diesem Jahr werden wir noch zwei neue Fahrzeuge bekommen für die Löschgruppe in Mülhausen und den Löschzug in Oedt, wobei der Mannschaftstransportwagen in Oedt auch für die Jugendwehe gedacht ist."

Funken blickt zurück und stellt fest: " Es war vor 35 Jahren eine richtige Entscheidung, in die Feuerwehr zu gehen." Er spricht in diesem Zusammenhang von der guten Kameradschaft in der Wehr, dem Zusammenhalt, der gegenseitigen Hilfe und vom Glück, keinen schweren Unfall gehabt zu haben. Funken schaut noch einmal auf seine Feuerwehr, die alles in allem 201 Mitglieder hat. Dazu gehören das Trommlercorps, die Feldküche und auch die Ehrenabteilung. Letztgenannte ist mit 45 Mitgliedern sogar die größte Gruppe in der Wehr. "Ich wünschte mir noch mehr Zulauf aus der Jugend", so Funken, der als staatlich geprüfter Landwirt seinen rund 45 Hektar großen Hof in der Honschaft Schlibeck betreibt und dort mit Frau und drei Kindern wohnt.

Bevor Hans Konrad Funken Gemeindebrandmeister wurde, war er rund acht Jahre Grefrather Löschzugführer. Er ist passives Mitglied im Reiterverein Graf Holk und aktives Mitglied bei den Schlibecker Matthias-Schützen, wo er unter anderem schon Adjutant des Majors war. Als er in die Feuerwehr eintrat, war der frühere Grefrather Ordnungsamtsleiter Hans Drießen Gemeindebrandmeister.

Rund 50 Stunden im Monat opfert Funken der Freiwilligen Feuerwehr Grefrath - ohne Einsätze. Alle drei Wochen übt der Löschzug Grefrath. Er hat zahlreiche Lehrgänge und Seminare an der Landesfeuerwehrschule in Münster absolviert. Wichtig ist es für eine Freiwillige Feuerwehr, dass möglichst viele Aktive vor Ort arbeiten. Doch das ist heutzutage schon eher eine Seltenheit, denn viele größere Unternehmen gibt es in der kleinsten Gemeinde im Kreis Viersen nicht mehr. "Das war früher anders", so Funken. Am härtesten ist der Löschzug Oedt davon betroffen.

Hans-Konrad Funken blickt optimistisch in die Zukunft, wenn er an die Gesamtwehr denkt. Der Löschzug Grefrath, aus dem er stammt, ist mit jetzt 133 Jahren der älteste in der Gemeinde. "Wenn wir den 150. Geburtstag feiern, bin ich wohl nicht mehr Gemeindebrandmeister", stellt er schmunzelnd fest.

Quelle: RP
 
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