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Stadt Willich
Ein Programm, das aufhorchen lässt

Stadt Willich: Ein Programm, das aufhorchen lässt
Die Mitglieder des Aloysia-Quartettes sind Absolventen der beiden Berliner Musikhochschulen UdK und Hans Eisler. Es spielt in der Besetzung Esther Adrian, Flöte, Johanna Bastian, Violine, Julia Stegmann, Viola, Titus Maack, Cello. FOTO: ALOYSIA
Stadt Willich. Die Kirchenmusik der GdG Willich geht neue Wege. In der Reihe "Mensch gedenke..." sind sowohl die heimischen Gruppen eingebunden als auch besondere Gäste wie das Aloysia-Quartett und der Dichter Christian Lehnert. Von Heribert Brinkmann

Violett ist im Kirchenjahr die Farbe, die in der Fasten- und Bußzeit vor Ostern als Sinnbild für den Übergang und die Verwandlung getragen wird. Violett sind auch das Plakat und die Handzettel für die neue Veranstaltungsreihe "Mensch gedenke..." der Kirchenmusik in der Gemeinschaft der Gemeinden Willich. Doch büßen muss kein Besucher dieser interessanten und ambitionierten Reihe, im Gegenteil - das Programm verspricht in vielen Punkten die reinste Freude. Auch wenn am Aschermittwoch das "memento mori" die Vergänglichkeit betont, bleibt die Reihe nicht dort stehen. Das Programm ist als Aufforderung zur Einkehr und zum Nachdenken in der Fastenzeit angelegt, führt aber mit musikalische Akzenten bis zum Ostermontag auf die Auferstehung Christi hin, ein klassisches Thema des "Auf dem Weg Seins", wie es Marcell Feldberg (Schiefbahn) es formulierte. Ein Vorbereitungsteam (Pfarrer Leonhard Müller, die Gemeindereferentinnen Sabine Grotenburg, Angelika Faupel und Stefanie Grasshoff, Gemeindeassistentin Julia Klütsch sowie die Kirchenmusiker Friederike Braun und Marcell Feldberg) hat das Programm entwickelt, und dabei viel Musik in einen liturgischen Zusammenhang eingebunden.

Friederike Braun hat das Aloysia-Quartett nach St. Katharina eingeladen. Die jungen Berliner und Hamburger Musiker werden einmal für Kinder und einmal für Erwachsene spielen. Am 20. Februar um 15 Uhr gibt es ein Konzert für Kinder (ab 7 Jahren) zum Mithören, Mitmachen und Fragen stellen. Es geht um ein modernes Märchen "vom Fels und dem Vogel", die am Meeresstrand Freundschaft schließen. Die Musiker werden dazu improvisieren, also eine Musik auswählen, die zur Geschichte passt. Am Sonntag, 21. Februar, 17 Uhr, spielt das Quartett in einer Geistlichen Abendmusik in St. Katharina Werke von Schubert, Pärt und Piazolla.

In der liturgischen Nacht am 27. Februar in St. Maria Neersen gibt es ab 18.30 Uhr nicht nur Musik und Texte, es wird auch ein Film gezeigt und gemeinsam gemalt. Am Sonntag, 13. März, führen Schüler der Johannesschule in Anrath um 10 Uhr in der Kirche St. Johannes ein Passionsspiel auf. Um 17 Uhr folgt dort eine Geistliche Abendmusik mit der Choralschola St. Johannes, dem Kammerchor St. Hubertus Schiefbahn und einem Flötenensemble.

Literarisch wird es am Sonntag, 20. März, um 17 Uhr in St. Hubertus. Dann wird der evangelische Pfarrer und Lyriker Christian Lehnert aus Leipzig, der seine Gedichte beim Suhrkamp-Verlag veröffentlicht hat, aus seinen Werken. Marcell Feldberg wird die Lesung musikalische umrahmen. Lehnert, der zu DDR-Zeiten als Bausoldat auf Prora (Rügen) diente, studierte Theologie und Orientalistik in Leipzig, Berlin und Jerusalem. Seit 2012 leitet Lehnert das Liturgiewissenschaftliche Institut der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands an der Universität Leipzig.

Am Karfreitag wird die Reihe erneut ökumenisch. Die Evangelische Emmaus-Kirchengemeinde Willich beteiligt sich unter Leitung von Klaus-Peter Pfeifer mit einer Karfreitagsmusik in der Willicher Auferstehungskirche. In der Karwoche und zu Ostern gibt es besondere Musik in den Gottesdiensten. Jeweils donnerstags um 18.30 Uhr sind Fastenandachten in St. Hubertus geplant, jeweils dienstags um 20 Uhr in St. Katharina.

"Unterwegs nach Emmaus" heißt es jeden Montag in der Fastenzeit, jeweils von 20 bis 21.15 Uhr in der Sakramentskapelle der Kirche in Neersen. Bei den Lesungen aus der Osternacht geht es dabei um einen Querschnitt durch das Alte Testament.

Quelle: RP
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