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Stadt Willich
Eine moderne und ehrliche Fischküche

Stadt Willich: Eine moderne und ehrliche Fischküche
Das Gericht bietet nicht nur viel für den Gaumen, sondern auch fürs Auge: Das weiße Fleisch der Languste kontrastiert mit dem nussigen schwarzen Venere Reis. FOTO: Kaiser, Wolfgang (wka)
Stadt Willich. Viele Fischfreunde von nah und fern kommen gerne nach Willich, um im Lepsy's Fischrestaurant die Küche von Martina Lepsy zu genießen. Im Dezember steht der Seeteufel im Mittelpunkt. Für Silvester dachte sie sich etwas Festliches aus. Von Heribert Brinkmann

Zufriedene Gäste sind immer die beste Empfehlung. Wie etwa der japanische Manager, der in seine Heimat zurückkehrte. Bei Lepsy's in Willich habe er den besten Fisch in ganz Europa gegessen. Oder der Gast aus Kleve, der seit Jahren einmal im Monat die weite Fahrt nach Willich auf sich nimmt, um Fisch bei Lepsy's zu essen. Natürlich gibt es auch offizielle Preise wie 2014 den Sieg bei der Düsseldorfer "Tour de Menu", aber die Zufriedenheit der Gäste zählt mehr.

Im neunten Jahr betreiben Martina und Hans-Peter Lepsy ihr Fischrestaurant an der Bahnstraße und sind weiter mit Herzblut und Spaß dabei. "Wir lieben nicht nur Fisch, wir leben ihn", gibt Hans-Peter Lepsy zu Protokoll. Er verwöhnt die Gäste, seine Frau steht in der Küche. Das war beiden nicht in die Wiege gelegt. Hans-Peter Lepsy wuchs im Einzelhandel auf. Sein Vater war gelernter Metzger. Eigentlich sollte Sohn Hans-Peter den Laden übernehmen, doch dann machte er eine Lehre als Einzelhandelskaufmann in Düsseldorf. Im neuen Horten-Kaufhaus an der Berliner Allee lernte er im Supermarkt. Dort durchlief er alle Stationen. Und als er im Dezember in die Fisch-Abteilung kam, verliebte er sich in den Fisch. Ihm ist er bis heute treu geblieben.

Hans-Peter und Martina Lepsy haben sich für die RP-Leser ein festliches Silvester-Menü ausgedacht. Hier präsentieren sie den Hauptgang Languste auf Venere Risotto mit Cranberry-Topping. FOTO: WOLFGANG KAISER

Der Erfolg gibt ihm Recht. Zuerst baute er einen Einzelhandel für Fisch auf, hatte Läden im Bergischen und in Düsseldorf. Zweimal in der Woche fuhr er an die Nordsee, um frischen Fisch einzukaufen. In den Läden begannen die Lepsys mit einem Mittagstisch. Backfisch oder Lachslasagne machte zum Schluss 60 Prozent des Umsatzes aus, so dass der Sprung in die Gastronomie nahe lag.

Seit 41 Jahren lebt die Familie in Willich, Martina Lepsy ist sogar eine gebürtige Willicherin. 2007 entdeckte Hans-Peter Lepsy das Lokal auf der Bahnstraße. Die ehemalige Bierkneipe stand seit einem Jahr leer. Dort eröffnete das Ehepaar sein Fischbistro, das sich schnell zum Geheimtipp für Fischfreunde von nah und fern mauserte. Viele Stammgäste kommen aus Düsseldorf, Krefeld und Mönchengladbach - inklusive mancher Promis von Borussia - oder auch Kempen. Lepsy ist eigentlich ein schlesischer Name und bedeutet so viel wie "besser". Und diesem Ruf wird man bei "Lepsy's" absolut gerecht. Dabei ist Martina Lepsy eine Quereinsteigerin. Sie hat zwar immer schon gerne gekocht, aber eigentlich Friseuse gelernt. Am Herd dreht sie allerdings keine Schillerlocken, sondern bietet eine ehrliche und bezahlbare Küche mit Fisch an. Ihr geht es nicht um Sterne und Show auf dem Teller, sondern um Gerichte, "so wie ich sie gerne selber essen möchte."

Quelle: RP
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