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Stadt Willich
Eine Umweltstation voller Wasser

Stadt Willich: Eine Umweltstation voller Wasser
Wasserexperte Werner Schmidt konnte auch diesmal viel über das Wasser erzählen. Aber es wurde nicht nur erklärt, es gab auch eine Verkostung. FOTO: Norbert Prümen
Stadt Willich. Umwelterziehung für Kinder und Jugendliche wird in der Eva-Lorenz-Umweltstation seit Jahren praktiziert. In einer Kooperation von Nabu, Stadt und VHS rückte jetzt erstmals die Erwachsenenbildung in den Mittelpunkt. Von Bianca Treffer

"Wir gehen heute nicht unter die Weintester, sondern die Wassertester", sagt Werner Schmidt und deutet auf die Gläser mit den grünen und blauen Punkten sowie die identisch aussehenden Flaschen, die sich allesamt nur durch den ebenfalls grünen und blauen Punkt unterscheiden. Sekunden später perlt das Wasser aus den grünen Flaschen in den passenden Gläsern, und die Teilnehmer des Volkshochschul-Kurses "Über das Wasser" nehmen erste Probeschlucke zu sich. "Merken, wie es schmeckt", gibt der Dozent vor und lässt die nächste Variante in der Eva-Lorenz-Umweltstation im Neersener Schlosspark rundgehen. Danach folgt die alles entscheidende Frage. Welches Wasser hat besser geschmeckt? Fünf entscheiden sich für die grüne Variante, sieben für Blau. Was hinter welcher Farbe steckt, woher die unterschiedlichen Empfindungen hinsichtlich des Geschmackes kommen, was ein gutes Mineralwasser auszeichnet, welches Verpackungsmaterial, Glas oder Kunststoff, besser ist - mit dem Test ist der Bauingenieur mit dem Schwerpunkt Wasserwirtschaft und zugleich Wasserfachmann der Nabu-Ortsgruppe Willich mitten im Thema Trinkwasser und Gewässerschutz.

Zum nunmehr dritten Mal trafen sich die zwölf Teilnehmer in der Eva-Lorenz-Umweltstation und setzten sich mit dem Element Wasser auseinander. Eine Premiere, denn erstmals wurde die Station zu einem Treffpunkt für die Erwachsenenbildung. "Als anerkannter außerschulischer Bildungsort für Kinder hat sich die Eva-Lorenz-Station über die Grenzen von Willich hinaus einen Namen gemacht. In der Erwachsenenbildung haben wir sie bislang noch nicht genutzt", sagt Udo Hormes von der Stadt Willich.

Die Idee, hier auch Angebote für Erwachsene umzusetzen, schwirrte schon länger in den Köpfen einiger städtischer Mitarbeiter und Mitgliedern des Nabu als Mitnutzer der Station herum. "Im Frühjahr traf ich VHS-Fachbereichsleiter Manfred Böttcher auf einer Veranstaltung zum Thema Wasser in Düsseldorf. Wir kamen ins Gespräch, und auf einmal war die Idee da, in der Umweltstation zum Thema Wasser ein erstes Angebot für Erwachsene zu machen", erinnert sich Schmidt.

Der Nabu-Wasserexperte erarbeitete ein Konzept, das im VHS-Programm aufgenommen wurde. Wobei keiner der Beteiligten mit einer solchen Resonanz gerechnet hatte. Bei acht Personen lag die Mindestteilnehmerzahl, das Maximum bei einem Dutzend. Zwölf interessierte Bürger meldeten sich für die drei Abende an, bei denen Schmidt mit der Chemie und Physik des Wassers startete. Beim zweiten Abend stand die Wasserwirtschaft an sich im Mittelpunkt, während zum Abschluss Trinkwasser und Gewässerschutz angesagt waren.

"Wasser ist ein Thema, das im Fokus steht. Als ich von dem Angebot erfuhr, habe ich mich sofort angemeldet. Ich muss sagen, mich haben die Abende begeistert", sagt Ingeborg Neyers. Viele Informationen, eine fachlich gute Zusammenfassung, die für jedermann verständlich war, lobt Sandro Sandten die Veranstaltungsreihe. "Mehr als empfehlenswert", schließen sich Monika und Volker Pieper an.

Die gute Resonanz bewegt Nabu, VHS und Stadt, die Angebote in der Erwachsenenbildung in der Umweltstation auszubauen. "Es war eine sehr gute Zusammenarbeit, die nicht einschlafen, sondern vielmehr weiterentwickelt werden soll", betont Böttcher. Erste Themen haben die drei Veranstalter bereites ins Auge gefasst. Darunter ist auch ein Infoabend über das Naturschutzgebiet Extremdura an der Grenze Spaniens zu Portugal.

Quelle: RP
 
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